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Schmierereien an Bischofssitz gegen Anti-Mafia-Priester

Don Luigi Ciotti ist Gründer des Dachverbands "Libera", der die zentrale Veranstaltung zum Gedenktag für Mafia-Opfer organisierte
20.03.2017, 14:54 Uhr Italien/Kirche/Kriminalität/Mafia
Rom, 20.03.2017 (KAP) Wenige Stunden nach einer nationalen Gedenkveranstaltung für Mafia-Opfer im süditalienischen Locri sind Schmierereien gegen den Anti-Mafia-Priester Don Liugi Ciotti aufgetaucht. Unbekannte sprühten in der Nacht zum Montag "Don Ciotti - Bulle" an eine Außenmauer des Bischofssitzes in der kalabrischen Stadt. Eine weitere Parole lautete "Mehr Arbeit, weniger Bullen". Die Stadtverwaltung ließ die Schriften umgehend entfernen, wie das italienische Fernsehen berichtete.

Don Ciotti ist Gründer des Dachverbands "Libera", der die zentrale Veranstaltung zum Gedenktag für Mafia-Opfer organisierte. Bei dem Treffen rief Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella am Sonntag zu härterem Widerstand gegen die Mafia auf. Es sei nötig, "die Sümpfe der Willkür und der Korruption auszutrocknen", wo die Mafia floriere. Ähnlich nannte der Bischof von Locri-Gerace, Francesco Oliva, das organisierte Verbrechen und die Korruption einen Hauptgrund für die soziale Krise im Land.

Ciotti nannte die gegen ihn gerichteten Schmierereien "feige". Das Engagement gegen organisierte Kriminalität falle manchen offenbar lästig, teilte er über seinen Verband mit. Der Anti-Mafia-Staatsanwalt für Reggio-Kalabrien Federico Cafiero de Raho sagte, die Verknüpfung, dass weniger Polizei mehr Arbeit bringe, entspreche der Logik der 'Ndrangheta; tatsächlich lasse die Kriminalität aber gerade jene Firmen abwandern, die für Beschäftigung in der Region sorgten, sagte Cafiero de Raho der Zeitung "La Repubblica" (Onlineausgabe Montag).

Das Gedenken an die Opfer organisierter Kriminalität wird jeweils am 21. März an vielen Orten Italiens und im Ausland begangen, in diesem Jahr auch mit einer Veranstaltung in Berlin.
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