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Papst betet auf Tiberinsel für moderne Glaubenszeugen

Unter den Mitfeiernden ist Reselyn Hamel, Schwester des 2016 von Islamisten ermordeten französischen Priesters Jacques Hamel - Gedenken für Märtyrer der Gegenwart auch in Österreich

21.04.2017, 12:30 Uhr Italien/Österreich/Papst/Kirche/Christenverfolgung/Märtyrer
Rom-Wien, 21.04.2017 (KAP)

Am Samstag betet Papst Franziskus in der römischen Märtyrer-Kirche auf der Tiberinsel für die "neuen Märtyrer" des 20. und 21. Jahrhunderts. In der Basilika San Bartolomeo feiert er am Nachmittag mit der geistlichen Gemeinschaft Sant'Egidio einen Wortgottesdienst. Im Anschluss trifft er Flüchtlinge sowie Opfer von Menschenhandel. Unter den Teilnehmern des Gebets für die neuen Märtyrer sind auch Angehörige und Freunde moderner Glaubenszeugen, etwa Roselyn Hamel, Schwester des 2016 von Islamisten ermordeten französischen Priesters Jacques Hamel. Sie und Karl Schneider, Sohn des evangelischen Pfarrers und NS-Gegners Paul Schneider, der 1939 von Nationalsozialisten im NS-Konzentrationslager Buchenwald getötet wurde, sollen eine kurze Ansprache halten.

Sant'Egidio betreut die von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) im Jahre 2002 dem Gedenken an moderne Glaubenszeugen unterschiedlicher Konfessionen gewidmete Kirche. In ihr werden Erinnerungsgegenstände aufbewahrt, etwa aus dem Besitz des inzwischen seliggesprochenen salvadorianischen Erzbischofs Oscar Romero. Auch Erinnerungsgegenstände Paul Schneiders sowie des österreichischen Kriegsdienstverweigers Franz Jägerstätter befinden sich in der Märtyrer-Kirche auf der Tiberinsel.

Gleichzeitig mit dem Besuch von Franziskus in San Bartolomeo findet am Samstag, 18 Uhr, in Wien ein Gebet für die Märtyrer in der Hildegard-Burjan-Kapelle der Zentrale der Schwesterngemeinschaft "Caritas Socialis" in Wien-Alsergrund statt. Auf Deutsch und Arabisch wird auch am Freitagabend für die Verfolgten gebetet.

In einer Erklärung des österreichischen Zweigs von Sant'Egidio wird daran erinnert, dass die Karwoche heuer mit dem großen Schmerz über die islamistischen Attentate auf die koptische Georgskirche im ägyptischen Tanta und auf die Markuskathedrale in Alexandrien begonnen hat. In Innsbruck besuchten Mitglieder von Sant'Egidio gemeinsam mit zahlreichen anderen christlichen Vertretern am Dienstag der Karwoche die örtliche koptische Gemeinde, um im Gedenken und in der Trauer mit den koptischen Christen vereint zu sein.

Bereits in der Woche vor dem Palmsonntag hatte Sant'Egidio weltweit zum ökumenischen Gedenken an die Glaubenszeugen von heute aufgerufen. In Österreich fand in der Innsbrucker Kapuzinerkirche ein solcher Gedenkgottesdienst statt. Der evangelisch-lutherische Superintendent Olivier Dantine stand dem ökumenischen Gottesdienst vor, zahlreiche Jugendliche - vor allem aus den nahöstlichen Ländern - gestalteten die Feier mit großem Einsatz mit.

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