Jerusalemer Patriarch: Jordaniens Muslime freuen sich auf den PapstVerhältnis zwischen Christen und Muslimen ist im Königreich entspannt=Jerusalem (KAP) Im mehrheitlich muslimischen Jordanien erwartet der lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, einen herzlichen Empfang für Benedikt XVI. Der Papst gelte als "Freund und Gast des Landes" und werde mit "großer Herzlichkeit empfangen - auch von der muslimischen Mehrheit", sagte der aus dem jordanischen Madaba stammende Patriarch in einem Interview mit der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA am Donnerstag. Benedikt XVI. besucht vom 8. bis 15. Mai Jordanien, Israel und die Palästinenser-Gebiete. Das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen in seiner Heimat bezeichnete Twal als entspannt. "Wir reden nicht viel über den Dialog, wir leben ihn im Alltag", so Twal. Ein Wiederaufleben der Debatte um die umstrittene Regensburger Rede Benedikt XVI. erwartet der Patriarch bei dem Besuch in Jordanien nicht. Es sei inzwischen allgemein verstanden worden, dass das das Papst-Zitat "aus dem Zusammenhang gerissen und für antipäpstliche Propaganda" missbraucht worden sei. "Der Besuch des Heiligen Vaters wird in meiner Heimat ein großes Fest werden", äußerte sich Twal zuversichtlich. In Israel und den Palästinenser-Gebieten seien die Vorbereitungen der Papst-Reise schwieriger. Der Patriarch verwies auf die vielen Sicherheitsmaßnahmen und die insgesamt angespannte Lage. Der Papst komme "in einem delikaten Moment in eine schwierige Region, besonders nach dem jüngsten Krieg in Gaza". Mit Blick auf die Befürchtung unter einheimischen Christen, dass der Papstbesuch politisch vereinnahmt werden könne, meinte Twal, die Gläubigen müssten verstehen, dass der Papst komme, um sie "in dieser schwierigen Zeit zu ermutigen". Zudem treffe er nicht nur Repräsentanten Israels, sondern auch palästinensische Vertreter. Er hoffe, so Twal, dass der Papst seinen "Appell für mehr Frieden und Gerechtigkeit" bei dem Besuch erneuern werde. Die Christen seien "gegen Gewalt, egal, von wem sie ausgeht". (ende/2.4.) W200900267 |
| [Nachrichtenübersicht] |
| © 2005 by KATHPRESS |