Neuer Bischof für TrierBisheriger Weihbischof Stephan Ackermann übernimmt nach 14-monatiger Sedisvakanz das Amt von Vorgänger Reinhard Marx=Vatikanstadt (KAP) Weihbischof Stephan Ackermann wird Diözesanbischof von Trier. Seine Ernennung durch Papst Benedikt XVI. zum Leiter der ältesten deutschen Diözese wurde am Mittwoch gleichzeitig in Trier und im Vatikan bekanntgegeben. Ackermann tritt die Nachfolge von Reinhard Marx an. Marx wurde vor etwas mehr als 14 Monaten nach knapp sechs Jahren an der Spitze der Diözese Trier im Februar vorigen Jahres Erzbischof von München und Freising. Damit endet in der ältesten Diözese Deutschlands eine mehr als 14 Monate dauernde Sedisvakanz. Die Ernennung eines Bischofs aus der eigenen Diözese ist selten, aber nicht außergewöhnlich. So stammt etwa der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, aus dem Freiburger Diözesanklerus. Ackermann ist seit bald drei Jahren Weihbischof in Trier. In der Deutschen Bischofskonferenz gehört er der Weltkirche-Kommission und der Kommission für Wissenschaft und Kultur an. Seit etwas über einem Jahr ist er Vorsitzender der Deutschen Kommission "Iustitia et Pax" (Gerechtigkeit und Frieden), einer Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zur Förderung von Entwicklung, Menschenrechten und Frieden. Bevor Ackermann Weihbischof in Trier wurde, leitete er die Spätberufenen-Priesterausbildungsstätte St. Lambert in Lantershofen. Mit seinen 46 Jahren wird Ackermann, der am 24. Mai in sein Trierer Bischofsamt eingeführt wird, der jüngste Bischof an der Spitze einer deutschen Diözese sein. Nach offizieller Zählung ist er der 103. Bischof in der Geschichte Triers, das seit dem 3. Jahrhundert Bischofssitz ist. Die Diözese mit rund 1,5 Millionen Katholiken gehört zu den größeren unter den 27 deutschen Diözesen. Mit einer Fläche von 12.870 Quadratkilometern umfasst sie das nördliche Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Ausnahme des Saarpfalz-Kreises, der zur Diözese Speyer gehört. (ende/8.4.) W200900279 |
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