Papst will Erdbebenopfer in der Abruzzenregion besuchen

Benedikt XVI. bekundet bei der Generalaudienz neuerlich sein Mitgefühl mit den Bewohnern von Aquila und der umliegenden Städtchen und Dörfer =

Vatikanstadt-Rom (KAP) Papst Benedikt XVI. will "so bald wie möglich" das Erdbebengebiet in den Abruzzen besuchen. Eine entsprechende Ankündigung machte der Papst bei seiner wöchentlichen Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz. Erneut bekräftigte der Papst seine Verbundenheit mit den Opfern der Katastrophe. "Ihr sollt wissen, dass der Papst für alle betet", übermittelte er den Bewohnern der Katastrophenregion. Ein Termin für den Besuch des Papstes in den Abruzzen steht bislang noch nicht fest. Vatikansprecher P. Federico Lombardi SJ wies Spekulationen zurück, der Papst könnte noch an diesem Karfreitag nach L'Aquila reisen. Giuseppe Molinari, der Erzbischof der schwer betroffenen Regionalhauptstadt, bezeichnete eine Reise in der nächsten Woche als möglich.

Benedikt XVI. beklagte die "zahlreichen Todesopfer, vielen Verletzten und ungeheuren Sachschäden" in der Regionalhauptstadt L'Aquila und den umliegenden Orten. Zugleich betonte er die Notwendigkeit der Solidarität, "um so schmerzliche Prüfungen gemeinsam zu überwinden". Er teile mit den Betroffenen ihr Leid und ihre Sorge, sagte der Papst. Er bete um Gottes Barmherzigkeit und Trost für die Angehörigen und Überlebenden.

Auch Johannes Paul II. hatte nach dem verheerenden Erdbeben in Umbrien 1997 einen Besuch in der Katastrophenregion unternommen. Dabei reiste der Papst am 3. Jänner 1998 mit dem Helikopter in die stark zerstörten Gebirgsorte Annifo und Cesi, um mit Betroffenen zu sprechen. Am gleichen Tag flog er nach Assisi, wo er die beschädigte Franziskus-Basilika besuchte und am Grab des Heiligen betete. In der Kirche waren bei einem Nachbeben zwei Ordensleute und zwei Techniker ums Leben gekommen. (ende/8.4.)

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