Druckansicht - Monday 1. September 2014

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Im Innsbrucker Dom "brennt" Leonardo da Vincis "Abendmahl"

Sechs Meter breite Kunstinstallation "Burning Supper" dominiert bis zum Ende der Fastenzeit den Altarraum

22.02.2012

Innsbruck, 22.02.2012 (KAP) "The Burning Supper" ist der Titel eines überdimensionalen Bildes, das von Aschermittwoch bis zum Ende der Fastenzeit im Innsbrucker Dom zu sehen ist. Das mehr als sechs Meter breite Bild hängt mitten im Altarraum des Domes. Mit dem traditionellen Kunstprojekt wollen Dompropst Florian Huber und der Arbeitskreis "Kunstraum Kirche" in der Fastenzeit zu einer Auseinandersetzung mit der Rezeption von Glaube und Kirche in der Kunst anregen, teilte die Diözese Innsbruck am Mittwoch mit.

 

Das Kunstwerk der aus Deutschland stammenden Künstlerin Julia Bornefeld ist von Leonardi da Vincis Gemälde "Das Letzte Abendmahl" inspiriert. Sie versammelte dreizehn Menschen, darunter eine Frau, um einen Tisch. Der Tisch selbst steht in Flammen und verbrennt zu Asche. Die schwarz verkohlten Holzbalken bilden die Umrahmung des Bildes.

 

"Das Kunstprojekt in der Fastenzeit ist eine Einladung, miteinander ins Gespräch zu kommen", so Florian Huber, der sich des "zugespitzen Charakters" des Kunstwerkes durchaus bewusst ist. Zusammen mit dem Arbeitskreis "Kunstraum Kirche" und der Innsbrucker Galerie Thoman leitete er die Präsentation der Bornefeld-Installation im Dom in die Wege.

 

Die 49-jährige Künstlerin erklärte zu "The Burning Supper", diese "feurige Inszenierung" des Abendmahls greife die ikonographische Tradition des Christentums auf und "fragt nach zeitgemäßer Zündung". Prof. Gerhard Larcher, aus Tirol stammender Grazer Ordinarius für Fundamentaltheologie und Mitinitiator von "Kunstraum Kirche", meinte bei der Präsentation des Kunstprojektes, mit "The Burning Supper" werde das Geschehen vor 2000 Jahren "hineinkatapultiert in unsere Zeit".

 

 

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