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Papst besucht Litauen, Lettland und Estland

Tor der Morgenröte in Vilnius
Papstreise
14.09.2018, 10:59 Uhr

Gottesdienst im Marienheiligtum Aglona und ökumenische Begegnungen zählen zu den Höhepunkten des Papstbesuchs in den baltischen Staaten von 22. bis 25. September

Fakten
Papst Franziskus besucht von 22. bis 25. September die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland. Die viertägige Reise führt ihn zum wichtigen baltischen Marienheiligtum Aglona sowie in die Hauptstädte Vilnius, Riga und Tallinn. Als erster Pontifex in der Geschichte besucht der Papst auch die litauische Stadt Kaunas. Vorgesehen sind während der 25. Auslandsreise von Franziskus drei Messen, zwei große ökumenische Begegnungen und Treffen mit Jugendlichen, Mitarbeitern karitativer Einrichtungen sowie den Staatsspitzen der drei Länder. In Vilnius wird Franziskus das "Museum der Besetzung und des Kampfes für die Freiheit" besuchen und dort ein Gebet sprechen.

Die Staatspräsidenten und die katholischen Bischöfe von Litauen, Lettland und Estland haben Franziskus aus Anlass des 100. Jahrestags ihrer Staatsgründung eingeladen. Das Motto des Besuchs in Litauen lautet "Christus Jesus, unsere Hoffnung", während die Reise nach Lettland das marianische Thema "Zeige dich als Mutter" trägt. Die Visite in Estland steht unter dem Leitwort "Wach auf, mein Herz", den Anfangsworten eines bekannten Volkslieds des estnischen orthodoxen Komponisten Cyrillus Kreek (1889-1962). Als einziger Papst besuchte bislang Johannes Paul II. (1978-2005) vom 4. bis 10. September 1993 Litauen, Lettland und Estland.

Papst Franziskus beginnt seinen Pastoralbesuch am 22. September in Litauen mit einem Höflichkeitsbesuch bei Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite und einer Begegnung mit Vertretern von Regierung und Zivilgesellschaft in der Hauptstadt Vilnius. Anschließend betet er in der "Mater Misericordiae"-Kapelle im "Tor der Morgenröte", einem bedeutenden Wallfahrtsort für katholische wie auch orthodoxe Gläubige. Außerdem ist am späteren Nachmittag ein Treffen mit Jugendlichen auf dem Platz vor der Kathedrale geplant.

Den Sonntag, 23. September, verbringt Franziskus zunächst in der Stadt Kaunas, wo er eine große Freiluftmesse im Santakos-Park feiert und die bei allen Papstreisen übliche Begegnung mit Priester und Ordensleuten auf dem Programm steht. Noch am selben Tag wird der Papst - wieder zurück in Vilnius - das litauische "Museum der Besetzung und des Kampfes für die Freiheit" besuchen und dort ein Gebet sprechen. Das Museum ist in jenem Gebäude eingerichtet, in dem während der Sowjetzeit der Geheimdienst KGB sein örtliches Hauptquartier hatte. Auch an einem Denkmal für die Opfer des jüdischen Ghettos im Zweiten Weltkrieg wird der Papst beten.

Am 24. September fliegt Franziskus in die lettische Hauptstadt Riga, wo er von den lettischen Bischöfen um Rigas Erzbischof Zbignevs Stankevics und Staatspräsident Raimonds Vejonis begrüßt wird. Im Stadtzentrum wird der Papst einen Kranz am Freiheitsdenkmal niederlegen. Danach ist in der evangelisch-lutherischen Kathedrale von Riga eine ökumenische Begegnung vorgesehen.

Nach dem Mittagessen fliegt der Papst im Hubschrauber in das Marienheiligtum Aglona, wo eine große Messe feiert. Der Gottesdienst gilt als Höhepunkt des ganzen Baltikum-Besuchs. Die Basilika von Aglona ist ein Heiligtum, dessen Anziehungskraft seit dem 19. Jahrhundert über das Baltikum und Weißrussland hinaus bis tief nach Russland reicht. Deshalb trägt die Basilika auch den seltenen Titel eines "internationalen Heiligtums". Das lettische Parlament hat jüngst den 24. September zu einem öffentlichen Feiertag erklärt, damit die Gläubigen bei der Visite des Papstes dabei sein können.

Der letzte Tag (25. September) der Baltikumreise gilt Estland. Auch hier wird Franziskus zunächst in der Hauptstadt Talinn von Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid zu einem Höflichkeitsbesuch empfangen. Danach spricht der Papst beim zweiten großen ökumenischen Treffen während der Reise in der lutherischen Karlskirche vor Jugendlichen verschiedener Konfessionen.

Am Nachmittag trifft Franziskus in der katholischen Peter-und-Paul-Kathedrale von Tallinn Mitarbeiter karitativer kirchlicher Einrichtungen. Zum Abschluss seines Baltikumbesuchs feiert der Papst auf dem Platz der Freiheit einen weiteren Gottesdienst unter freiem Himmel, bevor er nach Rom zurückkehrt.

In Litauen sind etwa 80 Prozent der Bevölkerung katholisch. Hingegen sind sie im eher protestantisch geprägten Lettland und in Estland in der Minderheit. Von den 1,9 Millionen Letten sind etwa ein Drittel Lutheraner, rund 21 Prozent katholisch und eine etwas kleinere Gruppe orthodox. In Estland ist die Bevölkerungsmehrheit konfessionslos. Weniger als 30 Prozent bekennen sich zu einer christlichen Kirche, vor allem der lutherischen und der orthodoxen. Nur rund 6.000 der etwa 1,3 Millionen Esten sind katholisch.
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