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Medien: Pfarrblätter erreichen gemeinsam Drei-Millionen-Auflage

Pfarrblätter in Österreich
© Marlies Mostögl / Medienreferat
Erster österreichweiter Kongress der pfarrlichen Öffentlichkeitsarbeiter in Linz - Kardinal Schönborn: Pfarrmedienverantwortliche prägen das Bild von Kirche und sind eine Visitenkarte
"Verkündschafter"-Kongress
08.10.2016, 10:06 Uhr Österreich/Medien/Kirche/Pfarrblatt
Linz, 08.10.2016 (KAP) Pfarrblätter sind nach wie vor das reichweitenstärkste katholische Medium in Österreich und die Gesamtauflage aller Pfarrblätter erreicht rund drei Millionen Stück. Diese Eckdaten kirchlicher Medienarbeit wurden beim ersten österreichweiten Kongress der pfarrlichen Öffentlichkeitsarbeiter am Freitagsabend in Linz präsentiert. In einer vereinfachten Gesamtbetrachtung seien Pfarrblätter damit gleichsam das "größte Printmedium in Österreich unter der gemeinsamen Dachmarke Katholische Kirche", hieß es bei der Präsentation durch das Netzwerk der diözesanen Pfarrmedienverantwortlichen.

Vor diesem Hintergrund hat Kardinal Christoph Schönborn den Dienst der Pfarrmedienverantwortlichen gewürdigt: "Ich danke Ihnen, den vielen engagierten Helfern und Mitarbeitern, dass Sie sich so selbstlos in den Dienst Ihrer Pfarre stellen. Sie prägen das Bild von Kirche, Sie sind eine Visitenkarte in der Welt", so der österreichische Medienbischof in einem schriftlichen Grußwort an die rund 200 größtenteils ehrenamtlichen Kongressteilnehmer.

Pfarrblätter werden gelesen

Neben der großen gemeinsamen Auflage und Leserschaft können sich Pfarrblätter über ein ungebrochen hohes Interesse erfreuen, hieß es beim Kongress. So belegten Studien aus Deutschland, die eine vergleichbare Aussagekraft für Österreich haben, dass ein Drittel der Bezieher das Pfarrblatt "häufig", ein weiteres Drittel "ab und zu" und der Rest "selten bzw. nie" liest. Am höchsten ist das Interesse an diesem Medium unter "Kirchennahen", von denen 86 Prozent angeben, das Pfarrblatt ganz zu lesen. Am anderen Ende der Skala befinden sich die "Kirchenfernen", von denen immerhin 37 Prozent sagen, das Pfarrblatt von vorne bis hinten zu lesen.

Pfarrblätter haben zwar noch die größte Reichweite in der basisnahen kirchlichen Kommunikation, aber immer wichtiger werden die elektronischen Medien. So haben pfarrliche Internetseiten sowie Social-Media-Aktivitäten mittlerweile "Schaukasten"-Medien und die "face to face"-Kommunikation in ihrer Reichweite übertroffen - Tendenz steigend.

Diesem Trend entsprechend bot der zweitägige Kongress (7./8. OKtober) den Teilnehmern zwölf Workshops, die von Fragen der Text- und Bildgestaltung bis hin zu Pfarrwebsites, Social Media und Krisenkommunikation reichten. Die Referentinnen und Referenten waren dabei überwiegend Profis aus der diözesanen Medienarbeit.

Der Kongress mit dem Kunstbegriff "Verkündschafter" (Verkünder/Kundschafter) will neben der Vernetzung und Schulung der Teilnehmer auch die Motivation der Ehrenamtlichen und ihr Selbstverständnis als Teil der kirchlichen Verkündigung stärken: "Sie alle sind Verkündschafter. Sie begleiten die Sternsinger, Sie beteiligen sich an der Caritas-Haussammlung und Sie besuchen Kranke in Ihrer Pfarre. Und dann gestalten Sie auch das Pfarrblatt: als ChefredakteurIn, als FotografIn, als GrafikerIn, und als Fixpunkt, bei dem alle Fäden zusammenlaufen oder Sie sind Webmaster", heißt es dazu auf der Kongress-Website www.verkuendschafter.at.
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