Donnerstag 19. Oktober 2017
myKathpress LOGIN

Erzdiözese Köln verzeichnet Überschuss von 36,6 Millionen Euro

Mitgliederstärkste deutsche Diözese erzielte im Vorjahr 917 Millionen Euro Erträge bei 880 Millionen Euro Ausgaben
12.10.2017, 16:54 Uhr Deutschland/Kirche/Finanzen
Bonn, 12.10.2017 (KAP/KNA) Die Erzdiözese Köln verzeichnet für 2016 einen Jahresüberschuss von 36,6 Millionen Euro. Das geht aus dem am Donnerstag von Generalvikar Dominik Meiering vorgestellten Finanzbericht 2016 hervor. Die Erträge stiegen demnach gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent auf 917 Millionen Euro. Davon stammen 69 Prozent aus Kirchensteuern, die gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,4 Prozent (22 Millionen Euro) gestiegen seien, wie Finanzdirektor Hermann Josef Schon erklärte. 2015 hatte die Diözese mit einem Plus um 7,9 Prozent auf 832,6 Millionen Euro abgeschlossen. Das Vermögen stieg 2016 um 3,6 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Euro.

Die Erzdiözese Köln ist mit rund zwei Millionen Katholiken unter den deutschen Diözesen das mitgliederstärkste Bistum. Den Jahresüberschuss verwendet die Erzdiözese zu großen Teilen für die Altersversorgung seiner Mitarbeiter und für den Erhalt seiner Gebäude, so der Finanzdirektor. Man investiere täglich mehr als zwei Millionen Euro für die Aufgaben der Kirche.

Den laufenden Erträgen standen Aufwendungen von 880 Millionen Euro (plus um 6,2 Prozent) gegenüber. Aufgrund gesetzlicher Neuregelungen seien "deutlich geringere Pensionsrückstellungen erforderlich" gewesen als in den Vorjahren. So habe das Erzbistum den Kirchengemeinden bereits im Jahresverlauf rund 52 Millionen Euro mehr als im Vorjahr zur Verfügung stellen können. Die Zuschüsse an Gemeinden und Verbände sind mit rund 398 Millionen Euro der größte Posten im Etat des Kölner Erzbistums. Die Personalaufwendungen lagen mit rund 316 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Zahl der Mitarbeiter sei auch durch die bleibend hohe Nachfrage nach kirchlichen Schulen um 81 auf 4.415 gestiegen. Zusätzliche Stellen ergaben sich auch durch die Installierung von Verwaltungsleitungen zur Entlastung insbesondere der Pfarrer. Inzwischen seien 78 Verwaltungsleiter für die 180 Seelsorgebereiche eingestellt worden, so der Generalvikar.

Finanzdirektor Schon zeigte sich zufrieden mit der Finanzentwicklung 2016. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen etwa durch den demografischen Wandel sei er sehr optimistisch für die Zukunft. Der zusammengefasste Jahresabschluss 2016 der Erzdiözese Köln und des Erzbischöflichen Stuhls wurde wie in den Vorjahren nach handelsrechtlichen Vorschriften erstellt und von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigt.
  • Foto
  • Audio
  • Video
  • "Afrika braucht Hilfe dabei, seine eigene Infrastruktur zu schaffen"

    11.10.2017, 11:58 Uhr
    Salesianerpater Jorge Crisafulli, Leiter des Kinderschutzzentrums Don Bosco Fambul in...

    "Migration ist eine Alternative - aber nur die legale Form"

    11.10.2017, 11:57 Uhr
    Salesianerpater Jorge Crisafulli, Leiter des Kinderschutzzentrums Don Bosco Fambul in...

    "Aunties" laden Westafrikas Jugendliche nach Europa ein

    11.10.2017, 11:57 Uhr
    Salesianerpater Jorge Crisafulli, Leiter des Kinderschutzzentrums Don Bosco Fambul in...

    "Sozio-ökonomische Folgen der Ebola-Krise für Kinder dauern an"

    11.10.2017, 11:57 Uhr
    Salesianerpater Jorge Crisafulli, Leiter des Kinderschutzzentrums Don Bosco Fambul in...
Die neue Kathpress-APP ist da!

Hier kostenlos die neue Kathpress-APP herunterladen Hier kostenlos die neue Kathpress-APP herunterladen

Jetzt kostenlos herunterladen!  » mehr Infos

Letzte Tweets

© 1947-2017 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
Darstellung:
https://www.kathpress.at/