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EU-Bischofskommission startet Dialog über Zukunft Europas

Europafahne
Hochrangige Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei Veranstaltung "(Re)-Thinking Europe" Ende Oktober im Vatikan - Initiative soll "Kirche und Politik ins Gespräch bringen", betont der österreichische ComECE-Vize-Generalsekretär Michael Kuhn - Eröffnung mit Kommissions-Vizepräsident Timmermans, Papstaudienz zum Abschluss
Integration
13.10.2017, 09:01 Uhr Belgien/Österreich/Vatikan/Kirche/Gesellschaft/Politik/Religion/Europa/EU/ComECE/Kuhn
Brüssel-Rom, 13.10.2017 (KAP) Die Kommission der katholischen Bischofskonferenzen in der EU (ComECE) veranstaltet Ende Oktober eine hochrangige Dialogveranstaltung über die Zukunft Europas im Vatikan. "Es geht darum, Politik und Kirche ins Gespräch zu bringen", sagt der österreichische ComECE-Vize-Generalsekretär Michael Kuhn. Es gebe oft nur noch eine Diskussion über technische Details der EU, aber keine wirkliche politische Diskussion mehr. Dabei sei sie in der derzeitigen Situation Europas "dringend notwendig".

Eröffnet wird die Dialogveranstaltung "(Re)-Thinking Europe" am 27. und 28. Oktober vom vatikanischen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, ComECE-Präsident Kardinal Reinhard Marx und EU-Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans. Anschließend spricht der frühere EU-Parlamentspräsident Pat Cox aus Irland über die Entwicklung der EU und Herausforderungen. Dann wird diskutiert. Insgesamt haben sich 340 Christen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft angemeldet.

Unter den weiteren Referenten befinden etwa Europaparlaments-Vizepräsidentin Mairead Mc Guinness, der italienische Ex-Premier Enrico Letta, Barcelonas Erzbischof Kardinal Juan Jose Omella aber auch der am Wiener Institut für die Wissenschaft vom Menschen forschende Politologe Ivan Krastev oder die polnische Verwaltungsrechtlerin Irena Lipowicz. Bei drei Panels geht es um mögliche Brücken zwischen und innerhalb der Mitgliedstaaten in Fragen der Integration, die Lage der Demokratie in Europa und um das Wirtschaftssystem.

Höhepunkt der Dialogveranstaltung ist ein Austausch mit Papst Franziskus am 28. Oktober. Bei der Audienz wird der Papst eine weitere Grundsatzrede zu Europa halten. Zuvor können die Teilnehmer am Samstagvormittag in Kleingruppen aufgeteilt nach Sprachgruppen über die Zukunft Europas ins Gespräch kommen. Für Kuhn ist dies "das Herz der Veranstaltung". Die gesammelten Ideen sollen danach in den ComECE-Arbeitsgruppen aufgegriffen und in den Dialog mit den EU-Institutionen eingebracht werden.

Stimmen aus Österreich

Aus jedem der 28 EU-Mitgliedstaaten nimmt eine Delegation an dem Dialog teil. Aus Österreich werden von politischer Seite unter anderem die Europaparlamentarier Othmar Karas (VP) und Evelyn Regner (SP) erwartet. Zu den Stimmen aus der katholischen Kirche zählen neben "Europabischof" Ägidius Zsifkovics und dem Kärntner Bischof Alois Schwarz, die Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden, Sr. Beatrix Mayrhofer, und Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka. Auch der lutherische Wiener Bischof Michael Bünker hat die Einladung nach Rom angenommen.

Die ComECE wurde 1980 im Einvernehmen mit dem Heiligen Stuhl gegründet. Mitglieder sind alle katholischen Bischofskonferenzen der 28 EU-Mitgliedstaaten. "Für uns ist die Veranstaltung auch ein Mittel, noch stärker sichtbar zu machen, wer die ComECE ist, was wir tun, wofür wir stehen", so Vize-Generalsekretär Kuhn. Die Teilnehmer sollten nach dem Treffen in Rom selbst in ihren jeweiligen Ländern, aber auch gemeinsam, an den Themen zur Zukunft Europas weiterarbeiten.
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