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Katholische Jungschar fordert neue Kinderkostenstudie

Ein junge lehnt nachdenklich an der Schulter seiner Mutter
Staat stützt sich im Familienbereich auf über 50 Jahre alte Zahlen - Breites Bündnis wendet sich in offenem Brief an die künftige Regierung
Soziales
06.12.2017, 10:37 Uhr Österreich/Politik/Familie/Kirche/Soziales
Wien, 06.12.2017 (KAP) Die Katholische Jungschar (KSJÖ) appelliert an die künftige Bundesregierung, umgehend eine neue Kinderkostenstudie durchzuführen. "Nur wenn die finanzielle Lage von Familien neu erfasst wird, können familienpolitische Maßnahmen realistisch geplant werden. Es ist höchste Zeit, auf die tatsächlichen Lebenslagen von Kindern und Familien einzugehen", heißt es in einer Aussendung vom Mittwoch. Österreichs größte Kinderorganisation schließt sich damit dem offenen Brief mehrerer Organisationen an, der eben diese Neuerhebung der Aufwendungen für Familien einfordert.

Wie viel Familien für ihre Kinder aufwenden müssen, um ihre Bedürfnisse abzudecken, wurde in Österreich zum letzten Mal 1964 erhoben. Die Ausgabenlage habe sich seither wesentlich verändert, Handys und Computer waren beispielsweise noch nicht am Markt, erinnert die KSJÖ. Dennoch sind die Zahlen weiterhin Grundlage für die Regelbedarfssätze im Unterhaltsrecht oder in der Familienförderung.

Sachorientierte Politik gelinge nur durch "solide, empirische Grundlagen", anhand derer politische Optionen geprüft und diskutiert werden können, so die KSJÖ. Bei den Kosten, die Familien für ihre Kinder aufwenden müssen, seien diese Grundlagen nicht gegeben.

Über 80 im Kinder- und Jugendbereich tätige Organisationen, Beratungsstellen, Familien- und Berufsverbände hatten am Mittwoch in einem offenen Brief an die Parlamentsparteien und die Regierung eine neue Kinderkostenstudie sowie deren Budgetierung eingemahnt. Die jetzige Situation sei ein "unhaltbarer Zustand", hieß es in einer Aussendung der Bundesjungendvertretung. Auch der Katholische Familienverband fordert - seit bereits geraumer Zeit - mit Nachdruck eine neue Kinderkostenstudie. Aus Sicht der Familienpolitik müsse dies auf der Agenda "ganz oben" stehen.
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