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Palästinensischer Diplomat: Religionen können Lage entschärfen

US-Präsident Trump habe mit seiner Jerusalem-Entscheidung "sämtliche rote Linien überschritten", so der palästinensische Botschafter beim Heiligen Stuhl
07.12.2017, 13:25 Uhr Palästina/Israel/Vatikan/Konflikte/Diplomatie
Vatikanstadt, 07.12.2017 (KAP) Der palästinensische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Issa Kassissieh, sieht im interreligiösen Dialog auch einen Weg zur Entschärfung der jüngsten Spannungen mit Israel. "Wir bauen darauf", sagte Kassissieh am Donnerstag der katholischen Nachrichtenagentur "Kathpress" in Rom. Die soeben eingerichtete Arbeitsgruppe zwischen dem Vatikan und der palästinensischen Kommission für interreligiösen Dialog stelle zwar den islamisch-katholischen Austausch in den Mittelpunkt; es gebe in Jerusalem aber auch schon gemeinsame Plattformen mit jüdischen Vertretern, so der Botschafter.

Die katholische Kirche spiele mit ihrem Beitrag in den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales eine "entscheidende Rolle" in der palästinensischen Gesellschaft, sagte Kassissieh. Er hob auch die Anerkennung Palästinas durch den Heiligen Stuhl hervor. Damit habe der Vatikan "moralisch Stellung bezogen".

Zugleich erhob er schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump. Dieser habe "sämtliche rote Linien überschritten", sagte der Botschafter. Es sei Zeit für Israel, die Eigenstaatlichkeit Palästinas innerhalb der Grenzen von 1967 anzuerkennen. "Andernfalls treten wir in einen langen, dunklen Tunnel ein", warnte Kassissieh. Niemand wisse, was am anderen Ende sein werde.
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