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Brasilianischer Kardinal Eusebio Scheid 85

Deutsch-Brasilianer war nach der Jahrtausendwende als Erzbischof von Rio de Janeiro für eine der größten Diözesen der Welt verantwortlich und äußerte sich oft deutlich zu sozialen und politischen Themen
07.12.2017, 13:51 Uhr Brasilien/Kirche/Kardinäle/Scheid/85
Rio de Janeiro, 07.12.2017 (KAP/KNA) Kardinal Eusebio Oscar Scheid, deutsch-brasilianischer Alterzbischof von Rio de Janeiro, vollendet am Freitag sein 85. Lebensjahr. Von 2001 bis 2009 leitete Scheid die Diözese am Zuckerhut, die mit rund vier Millionen Katholiken zu den größten der Welt zählt.

Scheid äußerte sich oft deutlich zur sozialen und politischen Lage im Land. Als einer der ersten beklagte er, dass Millionen Slumbewohner dem Terror von Gangsterbanden ausgeliefert seien. Diese Milizen entwickelten sich mehr und mehr zu einem "Staat im Staate". Ein großes Thema waren für ihn Abtreibung und Lebensschutz.

Scheids Amtszeit endete 2009 mit einem Skandal über ein großes Apartment in Rio, das sein Finanzchef in Rio für ihn kaufte. Die Erzdiözese soll damals Millionenbeträge für den Kauf von Luxusgütern ausgegeben haben, während gleichzeitig Angestellte aus Kostengründen entlassen wurden. Scheids Nachfolger als Erzbischof, Orani Tempesta, entließ den Finanzverwalter.

Der in Concordia im Staat Santa Catarina geborene Deutsch-Brasilianer Scheid, dessen Vorfahren im 19. Jahrhundert aus der Gegend von Tholey im Saarland nach Brasilien auswanderten, ist Mitglied der Missionsgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester (SCI). Er studierte an der Päpstlichen Universität Gregoriana und wurde 1960 in Rom zum Priester geweiht.

Zu Beginn seiner Karriere als Theologieprofessor lehrte Scheid von 1964 bis 1965 für kurze Zeit unter dem berühmten Bischof Helder Camara (1909-1999) am Seminar in Recife. Nach seiner Bischofsweihe 1981 war er Bischof von Sao Jose dos Campos; 1991 übernahm er die Leitung der Erzdiözese Florianopolis.
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