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Diözesanmuseum Eisenstadt zeigt erstmals Reliquienschatz

Bischofskonferenz tagt in Eisenstadt - Gebet in der Gnadenkapelle
Zsifkovics eröffnet am 25. April Schau "Die Schatzkammer am heiligen Berg Eisenstadt-Oberberg"
Kunst
16.04.2018, 11:43 Uhr Österreich/Kirche/Ausstellung/Glaube/Diözesanmuseum/Wallfahrt/Reliquien
Eisenstadt, 16.04.2018 (KAP) Mit einem noch nie gezeigten spektakulären Schatz wartet das Diözesanmuseum Eisenstadt im heurigen Ausstellungsjahr auf: "Die Schatzkammer am heiligen Berg Eisenstadt-Oberberg" heißt die neue Schau, die Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics am 25. April 2018 um 18 Uhr feierlich eröffnen wird. Dabei werden - wie es in der Ankündigung heißt - erstmals Objekte aus der Schatzkammer der Propsteipfarre Eisenstadt-Oberberg einer breiteren Öffentlichkeit gezeigt. Der noch nie ausgestellte Reliquienschatz sowie über Jahre restaurierte wertvolle Paramente werden ebenfalls zu sehen sein. Und: "Auf die Besucher wartet ein spannender Rundgang durch die Baugeschichte des Kalvarienbergs mit erstaunlichen Einblicken rund um die Gnadenstatue."

Als besonderes Highlight ist der Reliquienschatz aus der Schatzkammer der Propsteipfarre angekündigt. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Pröpste und gibt anschauliche Einblicke in die Baugeschichte und Bedeutung des Kalvarienbergs. Ein eigener Ausstellungsraum ist dem Besuch von Papst Johannes Paul II. vor 30 Jahren in Eisenstadt und Trausdorf gewidmet.

Berg zog jährlich bis zu 450.000 Pilger an

Fürst Paul Esterhazy beauftragte 1701 den Franziskanerbruder Felix Nierinck mit dem Bau eines Kalvarienberges. Sechs Jahre danach wurde dieser vom Raaber Bischof eingeweiht. Später kam es zu Umbauten. In die ursprünglich als Ölbergkapelle konzipierte Eingangskapelle ließ der Fürst das 1690 nach dem Vorbild von Maria Einsiedeln vom Eisenstädter Bildhauer Michael Felser geschaffene Gnadenbild aus Großhöflein überführen, von wo es davor nach einem Brand als einziges gerettet wurde. Eine rege Wallfahrtstätigkeit setzte ein: Bis zu 125 Prozessionen jährlich mit mehr als 450.000 Wallfahrern sind dokumentiert.

Nicht nur Fürsten und Könige hatten Schatzkammern, auch in Stiften und Klöstern wurden Schatzkammern üblich, in denen der über Jahrhunderte zusammengestellte Kirchenschatz untergebracht und zur Schau gestellt wurde. Mit dem Aufkommen des Pilgerwesens entstanden auch an Orten wie Eisenstadt-Oberberg durch Schenkungen und Stiftungen beeindruckende Sammlungen, deren Highlights nunmehr zu bewundern sind.

In der Zeit des Josefinismus ging die Bedeutung der Kalvarienberge und der Wallfahrten stark zurück, mehrtägige wurden verboten. Der Eisenstädter Kalvarienberg war nur mehr an Karfreitagen zugänglich und verfiel zusehends. Heute gilt er als Touristenattraktion. "Die widersprüchliche Verstrickung des Lebens in den Schmerz, ja in die Zerstörung als rätselvolles Grundgesetz unseres Lebens verleiht ihm aber nach wie vor eine zeitlos gültige religiöse Bedeutung", hieß es in der Aussendung der Diözese Eisenstadt.

Die Ausstellung "Die Schatzkammer am heiligen Berg Eisenstadt-Oberberg" ist von 25. April bis 11. November 2018 im Diözesanmuseum Eisenstadt zu sehen, Öffnungszeiten sind jeweils Mittwoch und Samstag von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr.
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