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MIVA Austria bittet in Mai-Sammlung um Spenden für Fahrräder

Unterstützung für Jesuiten-Flüchtlingsdienst in Kenia erbeten, wo im Lager Kakuma 200.000 Menschen leben
17.04.2018, 13:07 Uhr Österreich/Kenia/Kirche/Flüchtlinge/Fahrrad/MIVA/Spenden
Linz, 17.04.2018 (KAP) Die MIVA Austria, das katholische Hilfswerk zur Finanzierung von Fahrzeugen in Entwicklungsländern, bittet in ihrer traditionellen Mai-Sammlung um Spenden für Fahrräder. Diesmal steht die Unterstützung der Flüchtlingshilfe im Fokus: Mitarbeiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes JRS (Jesuit Refugee Service) im kenianischen Flüchtlingslager Kakuma sollen für ihren Dienst aber auch für ihre Freizeit robuste Räder erhalten, heißt es in einer Aussendung am Dienstag.

Kakuma liegt im Nordwesten Kenias und ist eines der größten Flüchtlingslager Afrikas. Insgesamt leben hier an die 200.000 Menschen, die vor bewaffneten Konflikten in Somalia, im Kongo oder im Süd-Sudan geflohen sind. Ohne den Einsatz des UNO-Flüchtlingshochkommissariats und zahlreicher Nichtregierungs-Organisationen wäre ein Leben im Lager kaum möglich. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst betreut unter anderem so genannte "sichere Häfen" für Frauen, die von Gewalt bedroht sind. Er sorgt sich um gefährdete Kinder und Jugendliche, hat Schulen eingerichtet und bietet Internet-Fernstudien an. Der Dienst an den oft traumatisierten Flüchtlingen ist für die engagierten Helfer äußerst fordernd, teilte die MIVA mit.

Ostafrika ist eine Region mit Millionen Flüchtlingen. In Kakuma sind sie zwar sicher, aber der Mangel an Perspektiven ist für viele schwer erträglich. Im Lager leben junge Menschen, die dort geboren wurden und jetzt selbst schon Kinder haben. Aber auch für Helfenden des JRS ist die Situation nicht einfach. Wer nicht in der Umgebung wohnt, verbringt die arbeitsfreien Abende und Wochenenden in der Barackensiedlung, die für die NGOs nahe dem Lagereingang errichtet wurde. In der Regel steht den Helfern nach jeweils acht Wochen ein zehntätiger Heimaturlaub zu.

JRS-Mitarbeiter, die nicht in der Region wohnen, sollen nun MIVA-Fahrräder erhalten. Damit können sie sich im Lager freier bewegen und sind nicht nur von den Mannschaftsbussen und ihren Abfahrtszeiten abhängig. Außerdem ermöglichen ihnen Fahrräder eine flexiblere Freizeitgestaltung. Die Kosten pro Fahrrad belaufen sich auf etwa 120 Euro. "Wenn sich die Drahtesel im Flüchtlingslager bewähren, soll die Aktion ausgeweitet werden", kündigte die MIVA an.

Unterstützung durch Fahrräder leistet das Hilfswerk auch anderswo. Als weitere Projekte werden in der Aussendung Fahrrad-Ambulanzen in Simbabwe und Fahrräder für Schulen im Kongo genannt. (Info: https://miva.at) (Spendenkonto: IBAN AT07 2032 0321 0060 0000)
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