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Wien hat eigene Schule für byzantinische Musik

Musikschule der griechisch-orthodoxen Metropolis besteht seit fast zweieinhalb Jahren - Einrichtung will auch österreichischen Musikern Einblicke in Theorie und Praxis griechischer Kultur bieten - Konzert des byzantinischen Chores der Metropolis am 4. Mai in Wiener Peterskirche
17.04.2018, 13:04 Uhr Österreich/Kirche/Musik/Orthodoxie/Musikschule
Wien, 17.04.2018 (KAP) Seit knapp zweieinhalb Jahren gibt es in Wien eine eigene Schule für byzantinische und traditionelle griechische Musik. Die zur griechisch-orthodoxen Metropolis von Austria gehörende Musikschule wurde im Dezember 2015 von Metropolit Arsenios (Kardamkis) offiziell begründet. Der Unterricht in byzantinischer Musik zählt zu einer der Säulen der Musikschule, in welchem die Schüler neben der byzantinischen Notenschrift vor allem auch typische liturgische Gesänge der griechisch-orthodoxen Kirche erlernen.

Weiters gibt es Unterricht in traditioneller griechischer Violinen-, Gitarren- oder Oud-Musik (bei der Oud handelt es sich um eine für den Vorderen Orient gebräuchlichen Kurzhalslaute). Konzerte und Auftritte im kirchlichen wie weltlichen Rahmen runden die Aktivitäten der Musikschule ab.

Als künstlerischer Direktor der Musikschule fungiert Dimitrios Apostolakis, für Finanzen und Organisation zeichnet Michael Nassioudis verantwortlich. Die Musikschule werde derzeit von rund 30 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen besucht, so Nassioudis im "Kathpress"-Interview. Die meisten erlernten ein Musikinstrument, rund zehn Personen erhielten Chorunterricht. Zu den "Schülern" zählten neben Griechen auch Österreicher. Die Schulleitung und Instrumentallehrer würden ehrenamtlich arbeiten, für Musikinstrumente oder notwendige Aufwendungen bei Auftritten sei man auf Spenden angewiesen, erläuterte Nassioudis.

Dimitrios Apostolakis ist seit 2015 Leiter des rechten Chores in den griechisch-orthodoxen Kirchen zur Heiligen Dreifaltigkeit und zum Heiligen Georg in Wien, sowie Leiter des byzantinischen Chores der Metropolis von Austria.

Die Musikschule möchte nicht nur die Griechischstämmigen mit ihrer eigenen Kultur vertraut machen, sondern auch österreichischen Musikern Einblicke in Theorie und Praxis griechischer Kultur bieten. Nassioudis sprach gegenüber "Kathpress" von einem "Ort der kulturellen Begegnung", der vor allem auch zur "positiven Persönlichkeitsentwicklung" der Schülerinnen und Schüler beitragen soll. Zugleich sollten die Kinder und Jugendlichen auch an die orthodoxe Liturgie herangeführt werden.

Ein kleiner "Schönheitsfehler": Der byzantinische Chor der Metropolis besteht derzeit "nur" aus Männern. Gemischte Chöre seien bei dieser Art von Musik laut Nassioudis nicht umsetzbar, es sei den Verantwortlichen der Musikschule aber ein Anliegen, mittel- bis langfristig auch einen byzantinischen Frauenchor ins Leben zu rufen. Ein zweites Projekt, dass Nassioudis gerne verwirklichen möchte: Eine gemeinsame Veranstaltung mit Chören anderer orthodoxer Kirchen in Österreich; zum Austausch und zum gemeinsamen Singen.

Der byzantinische Chor der Metropolis hat seinen nächsten Auftritt am Freitag, 4. Mai, in der Peterskirche in Wien (Petersplatz, 1010 Wien, Beginn 20 Uhr). Auf dem Programm stehen Marienhymnen. In der "Langen Nacht der Kirchen" (25. Mai) wird der Chor in der griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale (Fleischmarkt 13, 1010 Wien) einige Kostproben seines Könnens geben. (Infos: www.byzantinischemusik.at)
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