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Salzburg: Neues Caritas-Haus für psychisch kranke Menschen

Erzbischof Lackner segnete neu adaptiertes Albertus-Magnus-Haus, in dem künftig 35 Personen mit psychiatrischen Erkrankungen und Pflegebedarf Aufnahme finden
14.09.2018, 14:26 Uhr Österreich/Kirche/Soziales/Caritas/Lackner
Salzburg, 14.09.2018 (KAP) Nach einjähriger Bauphase eröffnet die Caritas Salzburg wieder das Albertus-Magnus-Haus. Die traditionsreiche Einrichtung in der Stadt Salzburg wurde zu einem Wohnhaus für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen ab dem 45. Lebensjahr umgebaut. Rund 35 Personen finden in vier Wohngruppen ein neues Zuhause. Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner nahm am Freitagvormittag die Segnung der Einrichtung vor. "Psychisch erkrankte Menschen mit hohem Pflegebedarf bekommen hier ein neues Zuhause und werden von einem engagierten Team liebevoll betreut", sagte der Salzburger Caritasdirektor Johannes Dines.

Psychische Erkrankungen würden deutlich zunehmen, so die Caritas Salzburg in einer Aussendung. Bereits jeder fünfte Mensch erkranke mindestens einmal im Leben an einem psychischen Leiden. Über 30 Prozent der krankheitsbedingten Frühpensionierungen erfolgten aufgrund von psychischen Erkrankungen.

Durch verbesserte Therapie und Möglichkeiten zur Rehabilitation würden Menschen, die an schweren psychischen Erkrankungen leiden, im Vergleich zu früher im Durchschnitt deutlich älter, hieß es. Diese Tatsache bedinge in der Folge eine steigende Anzahl von Personen, die zusätzlich zu ihrer psychischen Problematik auch Bedarf an körperlicher Pflege haben. Mit dem kombinierten Angebot von Betreuung der psychischen Besonderheit der Bewohner und gleichzeitiger körperlicher Pflege schließe das Albertus-Magnus-Haus eine zuletzt immer größer gewordene Lücke in der Versorgung dieser Personengruppe.

Das Albertus-Magnus-Haus gründet in einer mehr als hundertjährigen Tradition der Dominikanerinnen von Salzburg. Der 1910 gegründete Orden setzte den Schwerpunkt in der Pflege, angefangen von der Betreuung von Menschen mit Behinderung bis hin zur Pflege älterer Menschen. Auch die Hospizarbeit hat ihre Anfänge im Albertus-Magnus-Haus.

Bereits 1910 gaben die Schwestern Menschen mit einer besonderen Beeinträchtigung ein Zuhause. 1939 kaufte der Orden den "Gasthof Bahnhof" in Salzburg-Parsch und funktionierte ihn zum Altenheim "St. Josef" mit 14 Plätzen um. Von 1973 bis 1975 erfolgte der Neubau des Albertus-Magnus-Hauses. 1989 übernahm die Erzdiözese Salzburg das Haus und erweiterte die Einrichtung in den folgenden Jahren auf ca. 70 Plätze. Ein Meilenstein in der Geschichte ist der Aufbau der Hospizarbeit ab 1992. 2011 nahmen die letzten sechs Schwestern Abschied. Grund dafür war das Fehlen junger Schwestern. Die Caritas Salzburg führte das Albertus-Magnus-Haus bis Mai 2017 als Seniorenheim. Notwendige Sanierungen und die Fortführung als Seniorenwohnheim mit einem zeitgemäßen Standard seien aus technischen und finanziellen Gründen nicht möglich, hieß es von Seiten der Caritas.
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