Mittwoch 16. Januar 2019
myKathpress LOGIN

Ökumene: Christen beten um Einheit der Kirchen

Händehalten beim 'Vaterunser'-GebetH
"Weltgebetswoche für die Einheit der Christen" steht heuer unter dem Motto "Gerechtigkeit, Gerechtigkeit - ihr sollst du nachjagen" - Zentraler Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich am 25. Jänner in Wien
Weltgebetswoche
11.01.2019, 13:31 Uhr Österreich/Indonesien/Kirche/Ökumene/Weltgebetswoche/ÖRKÖ
Wien, 11.01.2019 (KAP) Von 18. bis 25. Jänner findet die "Weltgebetswoche für die Einheit der Christen" statt. Während der Gebetswoche kommen weltweit Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten. Das internationale Leitthema der Woche ist heuer dem biblischen Buch Deuteronomium entnommen ("Gerechtigkeit, Gerechtigkeit - ihr sollst du nachjagen") und wurde von einer ökumenischen Gruppe in Indonesien ausgewählt bzw. erarbeitet.

In Österreich sind in den acht Tagen vom 18. bis 25. Jänner - und auch noch danach - zahlreiche Veranstaltungen in allen Diözesen vorgesehen. Der traditionelle zentrale Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zur Weltgebetswoche findet am Freitag, 25. Jänner, um 18 Uhr in der Evangelischen Weinbergkirche (Börnergasse 16, 1190 Wien) statt. Die Predigt bei dem Gottesdienst, den der ÖRKÖ seit 1959 jährlich veranstaltet, hält heuer der Linzer Bischof Manfred Scheuer. In den Landeshauptstädten und vielen weiteren Städten und Orten und auch in Klöstern und Stiften gibt es in der Weltgebetswoche gemeinsame Gottesdienste, zu denen die Christen unterschiedlichster Konfessionen zusammenkommen.

Die Ursprünge der Weltgebetswoche gehen bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Seit 1968 werden die Themen und Texte für die Gebetswoche vom Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen und dem weltweiten Ökumenischen Rat der Kirchen (Weltkirchenrat, WKR) veröffentlicht.

Indonesien: Christlicher Schulterschluss gegen Radikalisierung

Von den 265 Millionen Einwohnern Indonesiens werden 86 Prozent dem Islam zugerechnet; das Land hat damit die zahlenmäßig größte muslimische Bevölkerung weltweit. Etwa zehn Prozent der indonesischen Bevölkerung sind Christen, die verschiedenen Konfessionen angehören.

Die von jeher fragilen aber meist guten Beziehungen zwischen den Ethnien und Religionen in Indonesien seien heute auf neue Weise bedroht, wie der Weltkirchenrat mitteilte. So vergifte die zunehmende Korruption Politik und Wirtschaft. Das habe oft katastrophale Folgen für die Umwelt. Insbesondere untergrabe die Korruption die Gerechtigkeit und die Durchsetzung der Gesetze. "Zu oft tun jene, die für Gerechtigkeit sorgen und die Schwachen schützen sollen, genau das Gegenteil. In der Folge wird die Kluft zwischen Arm und Reich größer, und in diesem rohstoffreichen Land sind wir mit dem Skandal konfrontiert, dass viele Menschen in Armut leben", so der Weltkirchenrat in einer Aussendung.

Gleichzeitig würden bestimmten ethnischen und religiösen Gruppen oft besonderer Wohlstand zugeschrieben, was die Spannungen verschärft. Die Tendenz zur Radikalisierung, die eine Gruppe gegen die andere aufbringt, wachse und werde durch den Missbrauch sozialer Medien, in denen bestimmte Gruppen verteufelt werden, noch verschärft. In diesem Umfeld "werden sich die christlichen Kirchen aufs Neue ihrer Einheit bewusst, wenn sie sich zusammen für gemeinsame Anliegen und eine gemeinsame Reaktion auf ungerechte Verhältnisse engagieren". (Infos: www.oekumene.at)

Zur "Weltgebetswoche für die Einheit der Christen" bzw. zum "Tag des Judentums" publiziert "Kathpress" ein Themenpaket, das laufend erweitert wird und unter www.kathpress.at/oekumene abrufbar ist.
  • Foto
  • Audio
  • Video
  • Moser: "Mit der Mindestsicherung muss das Mindeste gesichert sein, was Menschen zum Leben brauchen"

    08.01.2019, 15:26 Uhr
    Diakonie-Direktorin bei Pressekonferenz zur geplanten "Mindestsicherung neu"

    Moser: "Die neue Sozialhilfe schadet Menschen in schwierigen Situationen"

    08.01.2019, 15:26 Uhr
    Diakonie-Direktorin bei Pressekonferenz zur geplanten "Mindestsicherung neu"

    Moser: "Der neue Gesetzesentwurf bietet keine Sicherheit für die Betroffenen"

    08.01.2019, 15:25 Uhr
    Diakonie-Direktorin bei Pressekonferenz zur geplanten "Mindestsicherung neu"

    Schönborn: "Die katholischen Bischöfe in Europa sollten in wichtigen Fragen zu gemeinsamer Position kommen"

    21.12.2018, 15:51 Uhr
    Kardinal Schönborn im "Kathpress"-Weihnachtsinterview
Die neue Kathpress-APP ist da!

Hier kostenlos die neue Kathpress-APP herunterladen Hier kostenlos die neue Kathpress-APP herunterladen

Jetzt kostenlos herunterladen!  » mehr Infos

Letzte Tweets

© 1947-2019 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
Darstellung:
https://www.kathpress.at/