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Italiens Regierung kommt Non-Profit-Organisationen entgegen

Ursprünglich geplante Besteuerung von nicht gewinnorientierten und gemeinnützigen Einrichtungen soll geändert werden
11.01.2019, 14:14 Uhr Italien/Steuern/Hilfsorganisation/Kirche
Rom, 11.01.2019 (KAP) Italiens Regierung will eine umstrittene Regelung ihres neuen Haushaltsgesetzes für 2019 ändern. Ministerpräsident Giuseppe Conte traf sich mit Vertretern verschiedener Organisationen, um die Erhöhung der Körperschaftssteuer für Nichtregierungsorganisationen rückgängig zu machen. Das berichteten italienische Tageszeitungen (Freitag).

Die Streichung des verringerten Steuersatzes für Organisationen der sogenannten "Dritten Branche" hatte Ende 2018 für erhebliche Kritik aus Reihen der Kirchen und anderer Non-Profit-Organisationen gesorgt; damit würden jene bestraft, die sich genau dort engagieren, wo der Staat nicht mehr hinkommt, hieß es. Kurz vor der Verabschiedung des Haushaltsgesetzes durch die Abgeordnetenkammer Ende Dezember hatte Vize-Regierungschef Luigi Di Maio (Fünf-Sterne-Bewegung) den Rückzieher bereits angekündigt.

In den kommenden Wochen wolle die Regierung eine vorübergehende Finanzregelung auf den Weg bringen, damit Einrichtungen, die keinen Gewinn machen, nicht bestraft würden, heißt es in einer Erklärung des Ministerpräsidenten. An dem Treffen vom Donnerstag in Contes Amtssitz, dem Palazzo Chigi, nahmen nach einem Bericht der Zeitung "Avvenire" unter anderem Vertreter der Caritas und der ökumenischen Gemeinschaft Sant'Egidio teil.

Die Beibehaltung der Steuererleichterung für Nichtregierungsorganisationen werde den Staat in diesem Jahr 118 Millionen Euro kosten und im kommenden Jahr 158 Millionen, berichtet "Avvenire".

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