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Caritas begrüßt Qualitätszertifikat für 24-Stunden-Betreuung

Landau: Mit Gütesiegel Transparenz und Qualität zu sichern ist wichtiger Schritt - Verbindlichkeit der Zertifizierung wäre aber notwendig
15.03.2019, 13:39 Uhr Österreich/Kirche/Hilfsorganisation/Pflege/Caritas/Zertifikat
Wien, 15.03.2019 (KAP) Dass es nun ein Österreichisches Qualitätszertifikat für Vermittlungsagenturen in der 24-Stunden-Betreuung geben soll, ist für Caritas-Präsident Michael Landau "ein wichtiger Schritt". Dies schaffe für pflegebedürftige Menschen und deren Familien mehr Transparenz und sichert Qualitätsstandards. Nach Überzeugung der Caritas dürfe dies freilich nicht - wie bisher geplant - auf Freiwilligkeit beruhen, "sondern sollte verpflichtend sein", betonte Landau in einer Aussendung am Freitag.

In die Ausgestaltung des Zertifikats sei sie von Anfang an eingebunden gewesen, teilte die Caritas mit. Bereits seit 2015 sei die kirchliche Hilfsorganisation gemeinsam mit dem Hilfswerk und der Volkshilfe mit dem Label "24 Stunden Betreuung - Sicher.kompetent.fair" eine wirksame Selbstverpflichtung zu Qualität, Transparenz und Sicherheit eingegangen. Landau befürwortete es, wenn auch andere Vermittlungsagenturen angehalten würden, ihre Qualitätsorientierung transparent zu machen und die nun geplante Zertifizierung zur verpflichtenden Auflage würde.

Der Caritas-Präsident äußerte auch Wünsche zur besseren Finanzierung. Wichtig für eine qualitätsorientierte 24-Stunden-Betreuung sei die Begleitung durch Pflegefachkräfte. "Dafür müssen die Familien derzeit selbst aufkommen - ein Umstand, der viele aus Kostengründen davon abhält, die notwendige fachliche Expertise zur 24-Stunden-Betreuung dazuzuholen." Mit einer generellen Erhöhung der Förderungen könnte man auch hier die die Qualität der Betreuung steigern, zeigte sich Landau überzeugt. Gerade bei komplexen Pflegesituationen brauche es das Zusammenspiel mit der Hauskrankenpflege.

Die 24-Stunden-Betreuung sei mit zirka fünf bis sechs Prozent nur ein Teilaspekt der mobilen Betreuung zuhause, teilte Landau mit. "Wichtig ist nach Abschaffung des Pflegeregresses, dass auch die regulären mobilen Dienste für die häusliche Betreuung und Pflege in Österreich gestärkt und finanziell abgesichert werden."

Caritas-Angebot ist "sehr gut"

Schon jetzt sei es möglich, eine ausgezeichnete 24-Stunden-Betreuung zu bekommen, erinnerte die Caritas an einen Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). In der Zeitschrift "Konsument" (Ausgabe 12/2018) bewertet der VKI das Angebot des Vereins "Caritas Rundum Zuhause betreut" als bestes derzeit verfügbares mit "Sehr gut". Dabei werden betreuungsbedürftige Menschen sowie deren Angehörige beraten und eine qualitätsvolle 24-Stunden-Betreuung gesichert. (Informationen: www.caritas-rundumbetreut.at)
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