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Papst dankt malaysischem Sultan für Haltung gegen Todesstrafe

Sultan von Johor wandelte Todesstrafe gegen drei Drogenschmuggler in lebenslängliche Haft um - Franziskus bringt immer wieder seine Ablehnung der Todesstrafe öffentlich zum Ausdruck
08.10.2019, 11:14 Uhr Malaysia/Vatikan/Menschenrechte/Todesstrafe/Papst
Kuala Lumpur, 08.10.2019 (KAP/KNA) Papst Franziskus hat dem malaysischen Sultan von Johor für die Umwandlung der Todesstrafe gegen drei mexikanische Drogenschmuggler in lebenslängliche Haft gedankt. Das Schreiben des Papstes wurde Sultan Ibrahim Ibni Almarhum Iskandar vom Nuntius in Malaysia, Erzbischof Joseph Salvador Marino, übergeben, wie der Sultan am Montag via Facebook mitteilte.

"Seine Heiligkeit betet dafür, dass dieser Akt des Mitgefühls alle Menschen ermutigt, sich erneut zum Bau einer Welt zu engagieren, deren Markenzeichen Vergebung, Frieden und der Geist der brüderlichen Solidarität sind", heißt es in dem vom vatikanischen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin im Namen des Papstes unterzeichneten Briefes.

Papst Franziskus bringt immer wieder seine Ablehnung der Todesstrafe öffentlich zum Ausdruck. 2018 änderte er den katholischen Katechismus und erklärte diese Form der Bestrafung für "unzulässig", weil sie "gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person" verstoße. In der bis dahin gültigen Fassung hatte es geheißen, die Kirche schließe die Todesstrafe unter bestimmten Bedingungen nicht aus, wenn dies der einzige Weg wäre, Menschen vor einem Aggressor zu schützen.

Das mehrheitlich islamische Malaysia ist eine föderale konstitutionelle Wahlmonarchie. Die 13 Bundesstaaten entsprechen den Herrschaftsgebieten früherer Königreiche. In neun Bundesstaaten sind die Sultane Staatsoberhäupter, die alle fünf Jahre aus ihren Reihen den König wählen.

Das Sultanat Johor im Süden Malaysias ist ein politisches und wirtschaftliches Schwergewicht. Der Sultan ist Staatschef von Johor und zugleich Oberhaupt des Islam in seinem Reich. Zudem ist Johor das einzige malaysische Sultanat mit einer eigenen Armee.

Sultan Ibrahim hatte sich in den vergangenen Jahren als einziger der malaysischen Sultane wiederholt öffentlich gegen die Verbreitung eines ultrakonservativen bis extremistischen Islam durch den inzwischen abgewählten Ministerpräsidenten Najib Razak ausgesprochen.
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