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Halle: Weltkirchenrat verurteilt "rassistischen Antisemitismus"

Generalsekretär Fykse Tveit: Interreligiöse Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden soll Hass Widerstand leisten und Respekt für alle Menschen verbreiten
10.10.2019, 10:11 Uhr Deutschland/Kirche/Terrorismus/Antisemitismus/Weltkirchenrat
Genf, 10.10.2019 (KAP) Der Weltkirchenrat (ÖRK) hat den Angriff auf eine Synagoge in Halle an der Saale, in der gerade der Gottesdienst zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur gefeiert wurde, in scharfer Form verurteilt. Der Generalsekretär des Weltkirchenrats, Pfarrer Olav Fykse Tveit, sagte, es scheine sich bei dem Angriff um eine "schamlose Zurschaustellung von rassistischem Antisemitismus zu handeln, der leider in Europa und anderswo im Zunehmen ist". Fykse Tveit unterstrich, dass die "antisemitische, rassistische und extremistische Ideologie" hinter dem Angriff kompromisslos zu verurteilen sei.

Wörtlich stellte der Generalsekretär fest: "Als Brüder und Schwestern im Glauben, aber auch als Mitmenschen, verabscheuen wir die Gewalt gegen betende Menschen, die friedlich ihren höchsten religiösen Feiertag begingen. Wir trauern um die Opfer des Angriffs und wir erheben unsere Gebete für die jüdische Gemeinschaft." Rassistische Gewalttätigkeit und Hass seien für den Weltkirchenrat widerwärtig, so Fykse Tveit: "Zugleich wird unsere Entschlossenheit bestärkt, überall mit Juden und Christen zu arbeiten, um dem Hass Widerstand zu leisten und Respekt für alle Menschen zu verbreiten."

Das Gebet gelte auch den Opfern und das Mitgefühl den Angehörigen, die bei dem schrecklichen Gewaltakt geliebte Menschen verloren haben, sagte der ÖRK-Generalsekretär. Als "globale Gemeinschaft von Kirchen" sei der Weltkirchenrat solidarisch mit den jüdischen Menschen in Halle, die "in so bösartiger Weise" angegriffen wurden, während sie den für sie heiligsten Tag des Jahres feierten.

Auch die Gemeinschaft Sant'Egidio bekundete ihre Anteilnahme mit den Familien der Opfer und den Verletzten. Sie bringt zudem ihre Solidarität und Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinde von Halle zum Ausdruck, die an ihrem besonderen Feiertag Jom Kippur Ziel des antisemitischen Angriffs gewesen ist. Seit vielen Jahren ist Sant'Egidio in vielen deutschen Städten in einer engen Freundschaft mit den jüdischen Gemeinden verbunden und pflegt eine gute Zusammenarbeit. Jede Form von Antisemitismus und Gewalt sei entschieden zu verurteilen, betonte die Gemeinschaft.
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