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Diözese Graz-Seckau warnt vor Personalmangel in Kindergärten

Steigender Bedarf an Kinderbildungs- und betreuungseinrichtungen, aber wachsender Personalmangel - Diözese will Stellenwert von Kindergartenpädagoginnen aufwerten
14.01.2020, 13:12 Uhr Österreich/Kirche/Bildung/Vorschule/Kindergarten
Graz, 14.01.2020 (KAP) Trotz steigendem Bedarf an Kinderbildungs- und betreuungseinrichtungen gibt es einen "immer stärker spürbaren Personalmangel". Darauf hat die Leiterin des Referats für Elementarpädagogik (REfEP) der Diözese Graz-Seckau, Alexandra Strohmeier-Wieser, in einer Aussendung am Dienstag hingewiesen. Als Lösung schlug sie eine Aufwertung des Stellenwerts von Kindergartenpädagoginnen vor; denn die Gesellschaft müsse wissen, was die "Pädagoginnen tagtäglich für die Kinder und Familien leisten". Zudem wolle die Diözese mehr in die offensive Personalsuche investieren. Anlass ist der Artikel "Kindergärten in der Krise" in der Kleinen Zeitung (11. Jänner) über akuten Personalmangel in steirischen Kindergärten sowie drohende Kindergartenschließungen aufgrund der Grippewelle.

Laufe alles "in der Norm", könne der tägliche Betrieb in den Krippen, Kindergärten und Horten der Diözese gut durchgeführt werden. Krankenstände oder Kündigungen brächten das System aber "regelmäßig und immer häufiger an unsere Grenze", warnte Strohmeier-Wieser. Sogenannte "Springerinnen" und Vertretungspersonal könnten die Lücke nicht immer füllen. Hinzu komme der Mangel an qualifiziertem Personal.

Aktuell gibt es in der Steiermark 102 elementarpädagogische Einrichtungen, die von Pfarren, Stiftungen oder Orden geführt werden; davon sind 89 pfarrliche Krippen, Kindergärten oder Horte mit rund 4.500 Kindern.

In Akutfällen oder Krisensituationen versuche man im REfEP u.a. durch eine eigens installierte Beratungshotline eine Überbelastung des Personals abzufangen. Pädagoginnen und Pädagogen könnten so Beratung und weiterführende Angebote in Krisenzeiten erhalten. Längerfristiges Ziel müsse es aber sein "viel stärker präventiv zu arbeiten und die Arbeitsgegebenheiten attraktiv zu gestalten". Vor allem Berufseinsteiger versuche die REfEP mit Fort- und Weiterbildungsangeboten bzw. einer Begleitung zu Beginn zu fördern, informierte Strohmeier-Wieser.
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