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Papst erinnert an italienisches Erdbeben 1980

Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz auch Aufruf zur Unterstützung von Familien in Schwierigkeiten
22.11.2020, 13:26 Uhr Vatikan/Geschichte/Erdbeben/Papst/Geschichte/Erdbeben/Papst
Vatikanstadt, 22.11.2020 (KAP) Papst Franziskus hat an das Erdbeben in der süditalienischen Region Irpinia vor 40 Jahren erinnert. Die Wunden seien noch immer nicht verheilt, sagte er beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Zugleich habe das Ereignis die Großzügigkeit und Solidarität der Italiener sichtbar gemacht. Franziskus verwies auf seitdem bestehende Städtepartnerschaften zwischen betroffenen Orten in Kampanien und der Basilikata und Gemeinden in Zentral- und Norditalien.

Das Erdbeben von Irpinia am 23. November 1980 erschütterte weite Teile Süditaliens. Mindestens 2.500 Menschen verloren ihr Leben, Hunderttausende wurden obdachlos. Die internationale Staatengemeinschaft leistete Hilfszahlungen, in den 1990er Jahren wurden schwere Korruptionsvorwürfe laut. Demnach floss ein Großteil der für den Wiederaufbau bestimmten Mittel in private Taschen, an die Camorra und als Bestechungsgelder an Politiker.

Franziskus rief beim Mittagsgebet auch zu Nachbarschaftshilfe für notleidende Familien in der Corona-Krise auf. Viele seien in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, aber schämten sich, das zu zeigen, sagte er. Der Papst lud die Gläubigen zu Gesten konkreter Solidarität ein: "Geht ihr und sucht, wo es Hilfsbedarf gibt, wo Jesus in Not ist."

Franziskus bezog sich damit auf die Botschaft des Sonntagsevangeliums, nach dem Christus als Weltenrichter jeden Menschen danach beurteilt, was er für die Ärmsten getan hat. "Wir werden nach der Liebe gerichtet", sagte er. Was zählt, sei "Mitleid, das sich in Nähe und fürsorglicher Hilfe ausdrückt".
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