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Bukarest: Patriarch feiert Geburtstag mit Glückwünschen vom Papst

Patriarch Daniel, Oberhaupt der Rumänisch-orthodoxen Kirche, ist 70 - Stiftung Pro Oriente erinnert an viele gemeinsame ökumenische Initiativen mit dem Patriarchen
22.07.2021, 16:23 Uhr Rumänien/Österreich/Kirche/Orthodoxie/Patriarch.Daniel/70/Papst
Bukarest/Wien, 22.07.2021 (KAP) Mit einem Open-Air-Festgottesdienst vor der orthodoxen Kathedrale von Bukarest und einem Festakt in der Patriarchalresidenz ist am Donnerstag der 70. Geburtstag von Patriarch Daniel (Ciobotea) gefeiert worden. Glückwünsche erreichten das Oberhaupt der Rumänisch-orthodoxen Kirche dabei auch von Papst Franziskus, der in seinem Schreiben u.a. an seinen Besuch in Rumänien im Frühjahr 2019 erinnert.

Der Patriarch dankte in seiner Festrede neben seinen kirchlichen Mitarbeitern auch den Vertretern des rumänischen Staates wie den regionalen und lokalen Behörden für die gute Zusammenarbeit. Die missionarischen, pastoralen, kulturellen und sozialen Aktivitäten der Kirche würden auf vielfältige Weise unterstützt, so Patriarch Daniel.

Als besondere Herausforderung für die Kirche nannte der Patriarch die immer größere Zahl der rumänisch-orthodoxen Gläubigen, die im Ausland leben. Rund fünf Millionen rumänisch Orthodoxe seien es laut dem Patriarchen in den angrenzenden Ländern (Moldawien, Ukraine oder Ungarn), weitere fünf Millionen seien über die ganze Welt verstreut. Diese Situation verlange nach "besonderer Kreativität" und einer verstärkten Zusammenarbeit mit anderen Kirchen, so der Patriarch. Er denke hier vor allem an die rumänisch-orthodoxen Gemeinden in Italien, Spanien oder Frankreich, wo die rumänischen Gläubigen oft sehr lange meist katholische Kirchen nutzen können, bis sie dann eigene Kirchen erbauen.

Selbiges gilt auch für Österreich, von wo den Patriarchen u.a. Gratulationen von Kardinal Christoph Schönborn bzw. der Stiftung Pro Oriente erreichten. Patriarch Daniel ist seit 2009 Protektor der Stiftung. Pro Oriente erinnerte in einer Aussendung an gemeinsame ökumenische Aktivitäten mit dem Patriarchen. Als dieser noch Metropolit der Moldau und der Bukowina mit Sitz in Iasi war, veranstaltete er gemeinsam mit Pro Oriente im Kloster Durau zwei Symposien: Das erste Symposion im September 2001 beschäftigte sich mit der Rezeption der Aufklärung in der orthodoxen und in der katholischen Kirche in Mitteleuropa und in Rumänien im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert.

Das zweite Symposion im Mai 2005 thematisierte unter dem Titel "Christus in unserer Mitte - Die Bedeutung der Liturgie für das tägliche Leben in der Gesellschaft von heute" die Frage des Verhältnisses von Gottesdienst und Alltag. In der Begegnung von Bischöfen, Priestern, Theologen, engagierten Laien aus beiden Kirchen konnten damals wesentliche Erfahrungen ausgetauscht werden, Erfahrungen der katholischen Kirche mit der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, Erfahrungen der orthodoxen Kirche mit der Strahlkraft der Liturgie auch unter den Bedingungen eines kirchenfeindlichen Regimes.

Metropolit Daniel unterstützte auch ein im Jahr 2002 begonnenes Forschungsprojekts der Stiftung Pro Oriente über die Kirchenunion in Transsilvanien.

Von 12. bis 16. Juni 2009 besuchte der Patriarch offiziell Österreich. Den Auftakt des Besuchs stellt eine Festakademie der Stiftung Pro Oriente in Salzburg dar. In Salzburg weihte er auch die neue rumänische Holzkirche, die in traditioneller siebenbürgischer Bauweise errichtet worden war. In Wien weihte der Patriarch die nach siebenjähriger Bauzeit fertig gestellte rumänische Andreaskirche in Wien-Simmering. Eine weitere Kirche - St. Anton in der Pouthongasse in Wien - hat die rumänisch-orthodoxe Gemeinde von der Erzdiözese Wien bekommen.
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