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20 Jahre Tagesstätten der Emmausgemeinschaft St. Pölten

NÖ-Landesrätin Teschl-Hofmeister: "Die Emmausgemeinschaft leistet einen wichtigen und wertvollen Beitrag, um Menschen den Platz in der Gesellschaft zu bieten, der ihnen zusteht"
13.10.2021, 15:48 Uhr Österreich/Kirche/Soziales/Arbeit/Emmausgemeinschaft
St. Pölten, 13.10.2021 (KAP) Die Tagesstätten der Emmausgemeinschaft in St. Pölten begehen dieser Tage ihr 20-jähriges Bestehen. "Die Emmausgemeinschaft St. Pölten leistet einen wichtigen und wertvollen Beitrag, um Menschen den Platz in der Gesellschaft zu bieten, der ihnen zusteht", würdigte die niederösterreichische Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister am Mittwoch die Einrichtungen bei einem Pressetermin in der CityFarm in St. Pölten. Die Tagesstätten führten zu sozialer Inklusion, Wiedereingliederung in die Gesellschaft und Vermittlung in den Arbeitsmarkt mit realistischen Perspektiven, betonte die Landesrätin. Die CityFarm bietet 30 Plätze, weiteren Tagesstätte sind "Projekt & Design" mit 56 Plätzen sowie die Kochwerkstatt mit sieben Plätzen.

Die Emmausgemeinschaft St. Pölten wurde 1982 vom Theologen und Sozialarbeiter Karl Rottenschlager ursprünglich als Auffangnetz für Haftentlassene gegründet. Heute bietet der Verein für Menschen nach Heim-, Gefängnis- oder Psychiatrieaufenthalte Einrichtungen in den Bereichen Wohnen, Arbeit (Betriebe) und gesellschaftliche Integration. In den Angeboten für Beschäftigung (Transitarbeit und Arbeitstherapie), Jugend (Jugendnotschlafstelle COMePASS) und Wohnen (Notschlafstellen, Wohnhäuser) betreut Emmaus mit 155 Angestellten sowie 30 Zivildienern und Ehrenamtlichen täglich 320 Personen. Sie werden "Gäste" genannt, wie Emmaus-Geschäftsführer Karl Langer betonte.

Arbeitstherapeutische Werkstätten in Kombination mit sozialökonomischen Betrieben erfüllten lang gehegte Wünsche nach Inklusion und Integration und seien sehr wichtig für den Weg zurück ins Berufsleben, so Gabriele Kellner, Leiterin der CityFarm: "Ein Schwerpunkt bei uns sind jung und schwer Erkrankte, die intensive Betreuung brauchen".

Die Gäste, die in der CityFarm jeweils 32 Wochenarbeitsstunden leisteten, hätten u. a. Hintergründe wie Langzeitarbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit oder psychische Beeinträchtigungen wie paranoide Schizophrenie, Borderline-Persönlichkeitsstörungen oder Depressionen. Von den bisherigen "Gästen" der CityFarm hätten 28 Prozent den Wiedereinstieg in ein Berufsleben geschafft.

(Infos: www.emmaus.at)
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