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Salzburg: Wienerin erhält Kardinal König Kunstpreis 2021

Künstlerin, studierte Bildhauerin, in Deutschland geboren, lebt und arbeitet in Wien, Kardinal König Kunstpreisträgerin 2021
© Brandstaetter Foundation
Michele Pagel ist für ihre politischen und oft humorvollen Keramik- und Mixed-Media-Werke bekannt, die konsumkritische, feministische und antifaschistische Themen berühren - Festakt mit Preisverleihung und Vernissage am 27. November
Kunst
14.10.2021, 10:27 Uhr Österreich/Deutschland/Kirche/Kunst/Auszeichnung/Kardinal.König.Kunstpreis
Salzburg, 14.10.2021 (KAP) Der "Kardinal König Kunstpreis" wird dieses Jahr an die in Wien lebende Künstlerin Michele Pagel vergeben. Das gab die Geschäftsführung des Salzburger Kardinal König Kunstfonds am Mittwoch bekannt. Die in Werdau, Deutschland, geborene studierte Bildhauerin sei für ihre politischen und oft humorvollen Keramik- und Mixed-Media-Werke bekannt, die konsumkritische, feministische und antifaschistische Themen berühren. "Pagels Skulpturen, für die sie Alltagsgegenstände leicht abstrahiert in Keramik kopiert und verfremdet, bestechen durch die zeitlose Formensprache und ihren scharfzüngigen Witz", so die Verantwortlichen des Kunstfonds.

Der Festakt zur Preisverleihung des bereits neunten Kardinal König Kunstpreises sowie die Eröffnung der begleitenden Ausstellung mit den Werken aller zwanzig nominierten Künstlerinnen und Künstler finden am Samstag, 27. November 2021, um 18 Uhr in St. Virgil in Salzburg statt. Der Preis ist mit 11.000 Euro dotiert. Die Ausstellung ist von 28. November 2021 bis 28. Jänner 2022 im Kunstraum St. Virgil zu sehen.

Die Ausstellung versammle, so die Veranstaltenden, mit Werken der zwanzig Nominierten die wichtigsten jungen Positionen der österreichischen Gegenwartskunst. Gemeinsam ist den Installationen, Gemälden, Fotografien, Zeichnungen und Performances, dass sie das Alltägliche sezieren, um das Politische in ihm zum Vorschein zu bringen. Häusliche Gewalt und intergenerationelle Traumata sind dabei ebenso Thema wie die fiktive Erweiterung realer Architekturen und die Grenzen einer nur scheinbar grenzenlosen Mobilität.

Einstimmiges Urteil der Jury

Die Wahl der Jury sei, trotz hoher Qualität aller Einreichungen, einstimmig auf Pagel gefallen: "Die 1985 in Leipzig geborene Michele Pagel überzeugt mit ihrer eingereichten Arbeit 'Crrreature Of Habit / Das Glück ist ein Vogerl', die als Teil einer installativen Werkserie entstanden ist", so Harald Krejci im Namen der diesjährigen Jury. Inhaltlich subtil verhandle sie Themen wie Macht, Schönheit, Freiheit, aber ebenso die Frage nach den fragilen und flüchtigen Beziehungen in der heutigen Zeit, die durch das rostige, abweisende Gartentor sich förmlich aufdränge.

Michele Pagel stehe für eine neue Generation an Künstlerinnen und Künstlern, die sich die symbolträchtigen Versatzstücke der ganz persönlichen Lebensrealität spielerisch aneignen, sie analysieren, dekonstruieren und durch oft gängige Techniken des Reproduzierens in künstlerische Räume übersetzen.

Der Kardinal König Kunstpreis wird seit 2005 alle zwei Jahre vergeben. Das Werk, das er auszeichnet, soll eine für den zeitgenössischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Diskurs wichtige Position darstellen. Der diesjährigen Jury gehörten Rainer Fuchs (Chefkurator Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig - mumok), Harald Krejci (Chefkurator Belvedere), Hubert Nitsch (Kurator, Kunstreferent und Diözesankonservator), Hemma Schmutz (Direktorin der Stadtmuseen Linz) und Margit Zuckriegl (Kunsthistorikerin und Kuratorin) an. (Infos: www.kardinalkoenig-kunstpreis.at)
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