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PGR-Wahl: Beteiligung in Oberösterreich bei 21,6 Prozent

Bischof Scheuer: "Mitarbeit im Pfarrgemeinderat ist gesellschaftlich relevant und verwirklicht eine Kirche, die wach im Glauben und nah bei den Menschen ist"
20.03.2017, 14:51 Uhr Österreich/Kirche/Pfarrgemeinderatswahl/Scheuer
Linz, 20.03.2017 (KAP) Zufrieden mit dem Ergebnis der Pfarrgemeinderatswahl (PGR) zeigt man sich in der Diözese Linz. Rund 7.000 Personen haben sich der Wahl gestellt, 3.898 wurden in die Pfarrgemeinderäte gewählt, wie die Diözese am Montag mitteilte. Davon sind rund 58 Prozent Frauen und 42 Prozent Männer. 45 Prozent sind neue PGR-Mitglieder. Rund 656.000 Katholiken waren wahlberechtigt, 21,6 Prozent davon nutzten diese Möglichkeit der Mitbestimmung auch. 2012 waren es noch 24,2 Prozent gewesen.

Ein definitives Endergebnis werde allerdings erst in einigen Wochen vorliegen, wie die Diözese mitteilte. Dies sei auf eines der drei möglichen Wahlmodelle, das sogenannte "Urwahl-Modell", zurückzuführen. Bei diesem Wahlmodell gibt es auf dem Stimmzettel keine Kandidatenliste, sondern die Wähler sind aufgefordert, Personen ihrer Wahl anzuführen. Diese Personen müssen nach der Wahl noch befragt werden, ob sie die Wahl annehmen.

Diözesanbischof Manfred Scheuer bedankt sich in einer ersten Stellungnahme bei allen Wählern und Kandidaten. "Die Mitarbeit im Pfarrgemeinderat ist gesellschaftlich relevant und verwirklicht eine Kirche, die wach im Glauben und nah bei den Menschen ist", so der Bischof wörtlich.

"Die Pfarrgemeinderatswahl ist ein starkes Zeichen, dass Menschen die Kirche am Ort mittragen", freute sich auch Generaldechant Slawomir Dadas. Besonders wichtig sei nun aber auch, jene Kandidaten in die Pfarrarbeit mit hinein zu nehmen, die nicht ausreichend Stimmen für einen Einzug in den Pfarrgemeinderat bekommen hätten.

Einige bemerkenswerte Ergebnisse der PGR-Wahl in Oberösterreich: Die Pfarre Peilstein konnte das Durchschnittsalter im Pfarrgemeinderat von 41 auf 35 Jahre senken und erzielte eine Wahlbeteiligung von 65 Prozent im Vergleich zu 43 Prozent 2012. Die Pfarre Mehrnbach bei Ried im Innkreis konnte die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2012 verdoppeln, von 235 auf 474 Stimmen. Pfarren mit einer außergewöhnlich hohen Wahlbeteiligung waren Kollerschlag (82,2 Prozent), Kleinraming (79,8 Prozent) und Naarn (77,1 Prozent). Dass die Zugehörigkeit zu einer Pfarre nicht nur mit dem regelmäßigen Gottesdienstbesuch verbunden ist, zeigt das Wahlergebnis von Pettenbach. Üblicherweise besuchen 368 Personen die Sonntagsgottesdienste, zur Wahl gingen jedoch 856 Personen. Bezogen auf den Kirchenbesuch war dies also eine Wahlbeteiligung von 232,6 Prozent.
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