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Jerusalem: Kirchlicher Friedenspreis für Amos Oz

Der 1939 als Amos Klausner in Jerusalem geborene Amos Oz ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller Israels
17.07.2017, 13:07 Uhr Israel/Religionsdialog/Auszeichnung/Oz/Orden/Benediktiner
Jerusalem, 17.07.2017 (KAP/KNA) Der israelische Schriftsteller Amos Oz wird mit dem "Mount Zion Award" 2017 ausgezeichnet. Das bestätigte am Sonntagabend ein Vertreter der deutschsprachigen Benediktinerabtei "Dormitio" gegenüber der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA in Jerusalem. Mit dem mit 20.000 Euro dotierten Preis ehren das Institut für Jüdisch-Christliche Forschung der Universität Luzern und die Dormitio-Abtei in Jerusalem das Engagement für den Dialog zwischen Juden, Christen und Muslimen.

Der 1939 als Amos Klausner in Jerusalem geborene Amos Oz ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller Israels. Seit 1987 lehrt er hebräische Literatur an der Ben-Gurion-Universität des Negev. Er gilt als einer der prominentesten israelischen Befürworter einer Zwei-Staaten-Lösung. Für sein in gut drei Dutzend Sprachen übersetztes Werk erhielt er zahlreiche Ehrungen, unter anderem 1992 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie zuletzt 2017 den den Abraham-Geiger-Preis. Mit seinem neuesten Roman "Judas" ist der oft als "Gewissen der Nation" bezeichnete Autor für den amerikanischen Booker-Prize nominiert.

Mit dem "Mount Zion Award" wird seit 1987 alle zwei Jahre herausragendes Engagement für den Dialog der Religionen und Kulturen im Heiligen Land gewürdigt. Stifter ist der 1996 verstorbene Essener Priester Wilhelm Salberg, der sein Erbe der im schweizerischen Luzern ansässigen "Mount Zion Foundation" vermachte.

Ort der Verleihung ist die deutsche Benediktiner-Abtei Dormitio auf dem Jerusalemer Zionsberg. Der Preis wird jeweils Ende Oktober vergeben und erinnert an die Konzilserklärung Nostra Aetate vom 28. Oktober 1965, die ein neues Verhältnis der katholischen Kirche zu den nichtchristlichen Religionen und vor allem zum Judentum eröffnete. Zu früheren Preisträgern gehören der Rabbiner David Rosen sowie postum der 24 Jahre alte Muslim Omri Dschadah, der bei der Rettung eines jüdischen Jungen vor dem Ertrinken selbst ums Leben kam.
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