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Philippinische Kirche gegen Kreuzigungen am Karfreitag

Bischöfe verurteilen Selbstgeißelungen und Kreuzigungen - Katholiken sollten sich stattdessen um Erneuerung ihres Glaubens bemühen

02.04.2012

Manila (KAP) Tausende Philippinos begehen die Kar- und Ostertage mit öffentlichen Selbstgeißelungen, einige lassen sich am Karfreitag sogar an selbstgezimmerte Kreuze nageln. Die Philippinische Bischofskonferenz hat sich nun erneut gegen die diese Praktiken ausgesprochen. Statt sich demonstrativ selbst Schmerzen zuzufügen, sollten sich die Gläubigen in der Karwoche und bei den Osterfeiern um eine Erneuerung ihres Glaubens bemühen, sagte der Erzbischof von Cebu und Bischofskonferenz-Vorsitzende, José Palma, laut einem Bericht der katholischen Nachrichtenagentur "Kipa/Apic".

 

Schon in den vergangenen Jahren haben die philippinischen Bischöfe darauf hingewiesen, dass es keine Notwendigkeit für körperliche Züchtigung gebe, um seinen Glauben zu leben. Beichte, Gebet und Meditation über die Passion seien dazu viel geeigneter.

 

Schon seit mehreren Jahrzehnten lassen sich auf den Philippinen am Karfreitag Menschen in mehreren Städten und Dörfern zum Zeichen der Buße öffentlich für eine Viertelstunde an ein Kreuz nageln. Der Brauch, der sich in den vergangenen Jahren auch zu einem Touristenspektakel entwickelt hat, führt zwar nicht zum Tod, fügt den sogenannten "Kristos" aber dennoch große Schmerzen zu.

 

Die Philippinen sind das einzige asiatische Land mit einer mehrheitlich katholischen Bevölkerung. 80 bis 85 Prozent der mehr als 90 Millionen Philippinos sind katholisch.

 

 

 

 

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