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Mexiko-Papstreise: Buch zur Causa Maciel sorgt für Aufregung

Laut Ex-"Legionär Christi" und Mitautor hat Vatikan bereits 1953 über Vorwürfe gegen mexikanischen Ordensgründer gewusst

21.03.2012

Ciudad de Mexico (KAP) Wenige Tage vor dem Besuch von Papst Benedikt XVI. in Mexiko sorgt ein Buch über den pädophilen Gründer des Ordens der "Legionäre Christi" (LC) für Gesprächsstoff. Nach Angaben von Ex-Legionär und Mitautor José Barba soll der Vatikan bereits 1953 über einschlägige Vorwürfe gegen den mexikanischen Ordensgründer Marcial Maciel Degollado (1920-2008) informiert gewesen sein.

 

Das Buch mit dem Titel "La voluntad de no saber" (Der Wille zum Nichtwissen) erscheint zunächst in einer Auflage von 6.000 Exemplaren offiziell am Samstag. Benedikt XVI. wird am Freitag zu einer viertägigen Visite in Mexiko erwartet.

 

Barba zählt nach eigenen Angaben zu den ehemaligen Mitgliedern der Ordensgemeinschaft, die den Vatikan wiederholt vergeblich auf Verdachtsfälle im Umfeld Maciels hingewiesen haben wollen. Das 109 Seiten umfassende Buch dokumentiert zahlreiche Missbrauchsfälle des Geistlichen.

 

Der vor vier Jahren verstorbene Gründer des einflussreichen Ordens der "Legionäre Christi", aus dem sich eine große Zahl des mexikanischen Priesternachwuchses rekrutiert, war im Vatikan - nicht jedoch in der Glaubenskongregation - gut vernetzt. Jahrzehntelang soll sich Maciel an Burschen und Mädchen vergangen haben. Dutzende angebliche Missbrauchsopfer meldeten sich zwischen 1997 und 2010.

 

Benedikt XVI. leitete noch als Präfekt Maßnahmen gegen Maciel ein. 2009/10 erfolgt die Visitation des Ordens, danach die personelle Erneuerung. Mittlerweile stehen ein päpstlicher Delegat und ein erst 37-jähriger Deutscher - P. Sylvester Heereman - an der Spitze. Beide fahren einen konsequenten Säuberungskurs.

 

Beben mit Epizentrum Acapulco

 

Ein schweres Erdbeben versetzte am Dienstag die Menschen in Mexiko in Angst und Schrecken. Nach Medienberichten lag das Zentrum des Erdstoßes am Dienstag rund 190 Kilometer östlich von der Touristenmetropole Acapulco am Pazifik. Wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte, erreichte das Beben eine Stärke von 7,4 auf der nach oben offenen Richterskala.

 

Mexikos Präsident Felipe Calderon sagte im nationalen Fernsehen, es habe bislang keine Berichte über Todesopfer gegeben, allerdings seien einige Verletzte zu beklagen. Im zentralmexikanischen Bundesstaat Guanajuato, in dem Papst Benedikt XVI. von Freitag bis Montag Station machen wird, gab es keine Berichte über nennenswerte Schäden.

 

 

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