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"Schöpfungstag" am 1. September

Umwelt, Ökologie
© Erwin Wodicka - wodicka@aon.at
Ökologie
01.09.2015, 12:00 Uhr

In Österreichs Kirche hat die "Schöpfungszeit" vom 1. September bis 4. Oktober bereits Tradition: Veranstaltungen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz finden in dieser Zeit statt, darunter ökumenische "Schöpfungsgottesdienste", Wanderungen, Exkursionen, Vorträge und Diskussionen.

Fakten

Erstmals begeht die Katholische Kirche in diesem Jahr am 1. September weltweit einen "Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung". Papst Franziskus hatte dazu erst knapp ein Monat zuvor aufgerufen, um somit einen Beitrag zur Überwindung der ökologischen Krise zu leisten, wie er erklärte. Der Tag solle in allen Ortskirchen angemessen begangen werden und damit auch einen entsprechenden Lebensstil fördern.

Der Papst, der am Schöpfungstag mit den Kurienmitarbeitern einen Wortgottesdienst im Petersdom feiert, greift mit der Initiative eine Idee des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel auf: Schon seit 1990 wird in der orthodoxen Kirche der 1. September als "Schöpfungstag" begangen. Die Gebetsinitiative betont auch die Anliegen der Anfang Sommer veröffentlichten Papstenzyklika "Laudato si".

In Österreichs Kirche hat die "Schöpfungszeit" vom 1. September bis 4. Oktober bereist Tradition: Veranstaltungen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz finden in dieser Zeit statt, darunter ökumenische "Schöpfungsgottesdienste", Wanderungen, Exkursionen, Vorträge und Diskussionen. "Umweltbischof" Alois Schwarz erklärte zu diesem Anlass, jeder Einzelne müsse durch bescheideneren und nachhaltigeren Lebensstil Verantwortung gegenüber der gesamten Schöpfung übernehmen. Dies schließe auch Solidarität mit Flüchtlingen ein.

Papst Franziskus hat für den Weltgebetstag ein eigenes Gebet verfasst, zudem gibt es bereits eine Reihe von Vorschlägen für die liturgische Gestaltung des Tages in den Pfarren und Gemeinden. Das Gottesdienstmodell der "Schöpfungsandacht" des Wiener Liturgiereferats etwa beinhaltet u.a. einen orthodoxen Lobpreis sowie der Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi, der Namensgeber für die Papstenzyklika, aus der ebenfalls Passagen zitiert werden.

 

 

Webtipps:

 

» Papst-Erklärung zum Schöpfungstag

 

» Gottesdienstmodell der ED Wien (pdf)

 

» Enzyklika "Laudato si'"

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