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Kirchenstimmen zur Fortpflanzungsmedizin

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01.11.2014, 12:00 Uhr

Klare Ablehnung der katholischen Kirche zu den umstrittenen Liberalisierung der Reproduktionsmedizin

Fakten
Weiterhin heftige Kritik übt die katholische Kirche an der im Parlament verabschiedeten Liberalisierung der Fortpflanzungsmedizin: Geschlossen wie bei sonst keinem Gesetzesvorhaben hatten schon im Vorfeld alle großen Laienorganisationen gefordert, die Novelle zurückzunehmen und deren hochproblematische Inhalte - darunter die Einführung von Eizellspende und Präimplantationsdiagnostik - ohne Zeitdruck und breit zu diskutieren.

Beteiligt am Protest sind die Katholische Aktion, die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände, der Katholische Familienverband sowie die "Aktion Leben" und die Orden. Unter www.kinderbekommen.at wurden die Bürger eingeladen, die Forderungen an die Politiker zu unterstützen, was zu über einer Million Protest-Emails binnen fünf Tagen führte. Die Plattform hat angekündigt, auch nach dem Beschluss das Thema in Diskussion halten zu wollen.

Ein klares "Nein" zur Novelle hatten auch die Bischöfe ausgesprochen, darunter Kardinal Christoph Schönborn, der für die Debatte "mehr Tiefgang, Breite und vor allem Entschleunigung statt Husch-Pfusch" eingefordert hatte. "Wir dürfen nicht alles, was wir können", so die Mahnung des Wiener Erzbischofs. Als "ethischen Dammbruch und großen Irrtum - ohne Diskussion" bezeichnete die Bischofskonferenz in ihrer offiziellen Stellungnahme den Gesetzesentwurf. Dieser schaffe "unüberbrückbare Probleme und Leiden", im Namen einer "naiven Fortschrittsgläubigkeit".

Im November 2014 war die Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes mit nur zweiwöchiger Begutachtungsfrist von Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) präsentiert worden, ein nur leicht abgeänderter Zweitentwurf infolge heftiger Kritik schließlich im Dezember. Mit kleinen Verschärfungen wurde das Gesetz in einer Plenardebatte am 21. Jänner - mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, Grünen und Neos - angenommen. Die FPÖ, das Team Stronach, sowie einzelne Abgeordnete von ÖVP und Neos stimmten dagegen.
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