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Schöpfungszeit

Nachhaltigkeit; Umweltschutz; Klimawandel
Umweltschutz
08.09.2017, 11:54 Uhr

Österreichweit liturgische Feste und themenbezogene Veranstaltungen zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit zwischen 1. September und 4. Oktober

Fakten
Die christlichen Kirchen in Österreich machen ab 1. September wieder auf die Dringlichkeit der Bewahrung der Schöpfung aufmerksam. Bis zum 4. Oktober, dem Fest des Heiligen Franziskus und offiziellen Ende der fünfwöchigen "Schöpfungszeit", finden österreichweit themenbezogene Veranstaltungen und Gottesdienste statt. Ein liturgischer Höhepunkt ist der "Gottesdienst in der Schöpfungszeit", veranstaltet vom Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) in Zusammenarbeit mit der Initiative "Pilgrim-Schulen" Wiener Schulzentrum St. Franziskus (Apostelgasse 7). Zum diesjährigen Motto "Lebendige Steine" wird Erzpriester Peter Pantic, Pfarrer der serbisch-orthodoxen Kirche Maria Geburt in Wien 16, die Predigt halten.

Seit 2015 ist der bereits davor ökumenisch begangene "Schöpfungstag" am 1. September offiziell als "Weltgebetstag für die Schöpfung" im katholischen Kalender eingetragen. Der Tag sollte in allen Ortskirchen angemessen begangen werden und einen nachhaltigen Lebensstil fördern, betonte Papst Franziskus. Damit griff er eine Einladung der orthodoxen Kirche auf: Bereits 1989 hatte der damalige Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Dimitrios "die ganze orthodoxe und christliche Welt" eingeladen, am 1. September "zum Schöpfer der Welt zu beten: mit Dankgebeten für die große Gabe der geschaffenen Welt und mit Bittgebeten für ihren Schutz und für ihre Erlösung". Diese Initiative wurde 1992 von der gesamten Orthodoxen Kirche begrüßt und übernommen, katholische und evangelische Ortskirchen folgten.

In Österreichs Kirchen hat die "Schöpfungszeit" bereits Tradition: Veranstaltungen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz finden in dieser Zeit statt, darunter ökumenische Schöpfungsgottesdienste, Wanderungen, Exkursionen, Vorträge und Diskussionen. Umweltbischof Alois Schwarz forderte vor dem diesjährigen Start konkrete Projekte zu Klimaschutz und Schöpfungsverantwortung an der kirchlichen Basis - in Pfarren, Klöstern und kirchlichen Einrichtungen. Einsatz für Nachhaltigkeit sei freilich nicht nur in der "Schöpfungszeit" gefordert - in diesen fünf Wochen allerdings ist der Terminkalender mit einschlägigen Angeboten dicht.
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