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Apostolische Visitation in Gurk-Klagenfurt

Teil des Teams von Erzbischof Lackner bei der Apostolischen Visitation in der Diözese Gurk-Klagenfurt
Visitation
14.02.2019, 15:00 Uhr

Erzbischof Lackner hat am 14. Jänner gemeinsam mit einem Expertenteam die Untersuchung der Vorgänge seit 2008 in der südlichsten Diözese Österreichs gestartet. Die Prüfung soll bis zur Fastenzeit abgeschlossen sein.

Fakten
In der Diözese Gurk-Klagenfurt hat am 14. Jänner die Apostolische Visitation unter der Leitung des Salzburger Erzbischofs Franz Lackner begonnen. Unter die Lupe genommen werden sollen dabei Geschehnisse in der Diözese seit 2008, womit es um die Amtszeit des mittlerweile nach St. Pölten gewechselten Bischof Alois Schwarz sowie die darauf folgende Sedisvakanz unter Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger geht. Wie Lackner zum Auftakt der Untersuchungen vor Journalisten in Klagenfurt erklärte, wollen er und sein Team den Auftrag der vatikanischen Bischofskongregation "so vorurteilsfrei wie nur möglich" angehen.

Lackner wird in seiner Tätigkeit unterstützt vom Feldkircher Bischof Benno Elbs, dem steirischen Caritasdirektor Herbert Beiglböck, dem Geschäftsführer des Grazer Elisabethinen-Spitals, Christian Lagger, dem Münchner Kirchenrechtler Helmuth Pree und von der Salzburger Ordinariatskanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr. Ergebnisse der Visitation sollen bis zur Fastenzeit vorliegen, wobei es sich um "eine Sachverhaltserhebung, keine Urteilsfällung" handeln werde, wie der Erzbischof hervorhob. Die Beurteilung und Entscheidung über Konsequenzen liege bei Rom. Bereits vor Weihnachten hatte Lackner in einer ersten Stellungnahme erklärt, er wolle vor allem "hören, mit größtmöglicher Offenheit auf alle Seiten zugehen", alles prüfen und einen Bericht nach Rom übermitteln.

Nach dem Wechsel von Bischof Schwarz von Klagenfurt nach St. Pölten im vergangenen Juli waren in den Medien Vorwürfe gegen dessen 17-jährige Amtsführung in Kärnten aufgekommen. Insbesondere ging es dabei um den Umgang mit dem bischöflichen Mensalgut und seine Amts- und Lebensführung. Diözesanadministrator Guggenberger ordnete daraufhin eine Prüfung durch eine Arbeitsgruppe an, setzte ein bis Anfang 2018 geltendes Statut für das Mensalgut an und kündigte die Leiterin des Bildungshauses St. Georgen am Längsee, während Bischof Schwarz die römische Bischofskongregation um Klärung der Vorwürfe gegen ihn bat und eine Sachverhaltsdarstellung sandte.

Die Auseinandersetzung spitzte sich zu, als die Diözese Gurk-Klagenfurt den Prüfbericht im Dezember 2018 der Presse präsentieren wollte, was jedoch Rom nach Erhalt der Unterlagen untersagte. Bischof Schwarz begrüßte diese Entscheidung und erklärte, der Rohbericht zur wirtschaftlichen Gebarung des Bistums Gurk bestätige die "Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften". Guggenberger gab tags darauf weitreichende personelle und strukturelle Maßnahmen für das Mensalgut für die Zeitdauer der Sedisvakanz bekannt. Gemeinsam mit dem Domkapitel veröffentlichte er eine Woche später bei einem kurzfristig einberufenen Pressetermin den Abschlussbericht zur Bistums-Wirtschaftsprüfung und erhob Beschuldigungen gegen Schwarz.
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