Monday 27. January 2020
myKathpress LOGIN

Advent

Brauchtum
01.12.2019, 06:00 Uhr
Fakten
Mit dem ersten Adventsonntag am 1. Dezember beginnt nicht nur die vorweihnachtliche Adventzeit, sondern auch ein neues Kirchenjahr. Der Advent gilt als eine Zeit der Stille und Besinnung. Für Christen ist er die Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Das Wort kommt vom lateinischen "adventus" und bedeutet "Ankunft". Christen verbinden damit die Erinnerung an die Geburt Jesu in Bethlehem und das Erwarten seiner Wiederkunft am Ende der Zeit.

Seinen Ausdruck in Gottesdiensten findet der Erwartungscharakter vor Weihnachten in den Lesungen. Häufig werden an den vier Adventsonntagen Texte aus dem Alten Testament verwendet, die die Ankunft des Erlösers prophezeien. Die gleiche Symbolik hat auch der Adventkranz. Die vier Kerzen symbolisieren das Kommen des "Lichts der Welt". Die Zweige immergrüner Tannen - respektive der Weihnachtsbaum - stehen für das ewige Leben.

Die Erwartung der Rückkehr Jesu als Weltenrichter am Ende der Zeiten verbindet die Adventzeit auch mit einem Bußcharakter. Äußere Zeichen hierfür sind die violetten Messgewänder und die violetten Bänder, die sich oft an Adventkränzen finden.

Die Länge der Adventzeit hat sich im Laufe der Geschichte gewandelt. Während man im 5. Jahrhundert in Jerusalem nur einen einzigen Adventsonntag feierte, hat Papst Gregor der Große (590-604) die Zahl der Adventsonntage auf vier festgelegt. Die sich über vier Sonntage erstreckende Adventzeit wurde erst 1570 durch Papst Pius V. allgemein verbindlich. Nur in der Erzdiözese Mailand werden auch heute noch sechs Adventsonntage gefeiert.

Die jeweiligen Sonntage im Advent haben eine je eigene Bedeutung. Am 1. Advent wird die Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag bedacht. Der zweite Adventsonntag dient der Vorbereitung auf den kommenden Erlöser. Die Gestalt Johannes des Täufers steht am dritten Adventsonntag im Mittelpunkt, während der letzte Sonntag vor Weihnachten Maria gewidmet ist.

An den Werktagen werden während der Adventzeit in vielen Pfarren die sogenannten Rorate-Messen gefeiert. Der Name leitet sich ab von den ersten Worten des bekannten Liedes "Tauet, Himmel, den Gerechten", auf Lateinisch "Rorate caeli", ab. Die Zeit für die Gottesdienste ist der frühe Morgen, wenn es draußen noch dunkel ist. Häufig sind die Kirchenräume nur mit Kerzen erhellt.
  • Foto
  • Audio
  • Video
  • Van der Bellen: "Ich habe Kardinal Schönborn über viele Jahre sehr schätzen gelernt"

    20.01.2020, 13:48 Uhr
    Bundespräsident würdigt Kardinal Schönborn zu dessen 75. Geburtstag

    Van der Bellen: "Wichtige Stimme im Bereich der Bewahrung der Schöpfung und im Umgang mit den anderen"

    20.01.2020, 13:48 Uhr
    Bundespräsident würdigt Kardinal Schönborn zu dessen 75. Geburtstag

    Van der Bellen: "Ich hoffe, Kardinal Schönborn bleibt uns noch lange erhalten"

    20.01.2020, 13:47 Uhr
    Bundespräsident würdigt Kardinal Schönborn zu dessen 75. Geburtstag

    Polak: "Österreich ist immer noch ein stabiles katholisches Land"

    15.01.2020, 11:05 Uhr
    Wiener Pastoraltheologin Prof. Regina Polak im "Kathpress"-Interview zur aktuellen...
Die neue Kathpress-APP ist da!

Hier kostenlos die neue Kathpress-APP herunterladen Hier kostenlos die neue Kathpress-APP herunterladen

Jetzt kostenlos herunterladen!  » mehr Infos

Letzte Tweets

© 1947-2020 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
Darstellung:
https://www.kathpress.at/