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Stiller Held, zärtlicher Vater, Glaubensvorbild

Statue des hl. Josef
© kathpress / Pernsteiner
Heiliger Josef
18.03.2021, 12:46 Uhr

Mit einem "Jahr des heiligen Josef" richtet die katholische Kirche den Blick auf den Nährvater Jesu, der seit 150 Jahren auch ihr Schutzpatron ist und am 19. März sein Hochfest hat. Ausgerufen wurde das Jahr mit dem Papst-Schreiben "Patris corde" (Link: https://bit.ly/3r3gLux)

Fakten
Kreativer Mut, Bescheidenheit, Gehorsam und Verantwortung: Die Attribute, mit denen der heilige Josef verbunden wird, sind ebenso zahlreich wie seine Patronate. Zum 150. Jahrestag seiner 1870 erfolgten Erhebung zum "Universalpatron der Kirche" hat Papst Franziskus dem Nährvater Jesu ein ganzes Jahr gewidmet. Das "Jahr des heiligen Josef", das am vergangenen 8. Dezember begann, soll Impulse für die Kirche wie auch für die Gesellschaft geben, auch vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie. Mit dem am 19. März gefeierten Hochfest des heiligen Josef findet es einen vorläufigen Höhepunkt, der zugleich Startschuss für das "Jahr der Familie - Amoris laetitia" ist.

Mit keinem Heiligen - mit Ausnahme Marias - haben sich die Päpste in der jüngeren Kirchengeschichte so ausgiebig befasst wie mit Josef, schreibt Franziskus in der Erklärung "Patris corde" (mit dem Herzen eines Vaters): Nach der Kirchenpatron-Ernennung durch Pius IX. betonte Leo XIII. (1878-1903) die Beziehung des Zimmermanns Josef zur Welt der Arbeit, sodass Pius XII. ihn 1955 zum "Patron der Arbeiter" erkor. Johannes Paul II. schließlich nannte in einem eigenen Schreiben 1989 Josef "Beschützer des Erlösers", und er selbst sicherte ihm 2013 - auf Initiative seines Vorgängers Benedikt XVI - die Nennung im Eucharistischen Hochgebet.

Außer einem vollkommenen Ablass, den Papst Franziskus gläubigen Katholiken per Dekret nach Beichte, Eucharistie und Gebet für seine Anliegen gewährt hat, gibt es im Josefs-Jahr in Rom und weltweit zahlreiche Initiativen, um die Botschaft des Zimmermanns aus Nazareth auszuloten. In Österreich ist zu "Josefi" Landesfeiertag in gleich vier Bundesländern (Kärnten, Steiermark, Tirol und Vorarlberg). Mehrere Diözesanbischöfe haben vor dem Hochfest zu neuntägigen Vorbereitungsgebeten (Novenen) eingeladen, dazu gibt es Online-Vortragsreihen, Katechesen, Einkehrtage und besondere Festgottesdienste für den Heiligen.

Josef von Nazareth gilt als Bräutigam Mariens, wie im Neuen Testament von den Evangelisten Matthäus und Lukas berichtet wird. Josef nahm Maria auf Geheiß eines ihm im Traum erschienenen Engels trotz ihrer Schwangerschaft zur Frau. Somit wurde er zum Pflege-, Nähr- bzw. Ziehvater Jesu. Eine wichtige Rolle kam Josef nach der Geburt Jesu in Bethlehem zu. Er schaffte es, durch rechtzeitige Flucht nach Ägypten seine Frau Maria und den neugeborenen Jesus vor den Soldaten des Königs Herodes zu retten. Später führte er seine Familie wieder nach Nazareth zurück, wo Jesus aufwuchs.
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