Kirchlicher "Welttag der Kranken" lenkt Blick auf leidende Menschen
Am 11. Februar begeht die katholische Kirche weltweit den "Welttag der Kranken". In Österreich wird der Welttag in vielen Pfarren mit einem "Krankensonntag" begangen, in dem auch das Sakrament der Krankensalbung empfangen werden kann. Zudem rückt die Kirche an diesem Tag ihr seelsorgliches Angebot für Menschen in Krankheit und ihr Umfeld in den Vordergrund.
In seiner Botschaft zum diesjährigen Welttag der Kranken betont Papst Leo XIV. die christliche Verantwortung, Mitgefühl und Solidarität in den Blick zu nehmen. Er fordert dazu auf, das Gleichnis vom barmherzigen Samariter als Vorbild zu sehen: "Das Mitgefühl des Samariters: Lieben, indem man das Leid des anderen mitträgt", heißt das Leitmotiv der Botschaft, in der er schreibt, dass gerade die Geschichte im Lukasevangelium helfe, "die Schönheit der Liebe und die soziale Dimension des Mitgefühls wiederzuentdecken und unsere Aufmerksamkeit auf die Bedürftigen und die Leidenden, wie etwa die Kranken, zu richten".
Der Papst hebt hervor, dass Krankenpflege über individuelle Hilfe hinausgehe und eine gemeinsame Aufgabe sei. Er schreibt: "Der Samariter suchte einen Gastgeber, der sich um jenen Mann kümmern konnte; genauso sind auch wir gerufen, andere einzuladen und uns in einem 'Wir' zu begegnen, das stärker ist als die Summe der kleinen Einzelpersonen." Diese Erfahrung, so Leo XIV., gehe "über das rein individuelle Engagement hinaus".
Darüber hinaus widmet Leo XIV. auch sein Gebetsanliegen im Monat Februar den Kindern mit unheilbaren Krankheiten. "Wir beten, dass die von unheilbaren Krankheiten betroffenen Kinder und ihre Familien die medizinische Betreuung und die notwendige Unterstützung erhalten, ohne je die Kraft und die Hoffnung zu verlieren", so der vom Vatikan veröffentlichte Intention, die weltweit von katholischen Gläubigen aufgegriffen wird.
Kirchliches Ritual als Zeichen der Nähe Gottes und der Gemeinschaft der Kirche mit biblischer Wurzel heute nicht mehr vorrangig als "Letzte Ölung" verstanden
Medienberichte liefern Einblicke, wie Begegnung und Gespräche die "Selbstheilungskräfte im Gegenüber und die Wirkkraft des Geistes Gottes im Menschen" fördern