Monaco ist am Samstag das erste von mehreren Reisezielen des Papstes in diesem Jahr
Erstmals besucht ein Papst der Neuzeit das Fürstentum Monaco. Leo XIV. wird am Samstag (28. März) rund neun Stunden in dem Luxus- und Steuerparadies an der französischen Riviera verbringen. Nach einem rund zweistündigen Helikopterflug wird der Papst gegen 9 Uhr im zweitkleinsten Staat der Welt erwartet.
Zuerst ist ein Höflichkeitsbesuch bei Fürst Albert II. im Palast geplant. Anschließend begegnet Leo XIV. um 11 Uhr der katholischen Gemeinschaft des Fürstentums in der romanisch-byzantinischen Kathedrale Notre-Dame-Immaculee.
Beim folgenden Treffen mit der Jugend und Taufbewerbern in der Kirche Sainte-Dévote hält der Papst dann eine Rede. Um 15.30 Uhr feiert er eine Messe im Fußballstadion Louis II. und predigt noch einmal. Die Heimspielstätte des AS Monaco bietet rund 19.000 Sitzplätze.
Nach der offiziellen Abschiedszeremonie verlässt Leo gegen 17.45 Uhr per Hubschrauber das Fürstentum. Seine Rückkehr in Rom ist für 19.45 Uhr vorgesehen. Am nächsten Morgen feiert der Papst die Palmsonntagsmesse auf dem Petersplatz. Diese leitet die Karwoche ein, die für den Papst bis Ostern (5./6. April) ein umfangreiches Programm bereit hält.
Einladung von Fürst Albert II.
Der Tagesausflug in den zweitkleinsten Staat der Welt nach dem Vatikan ist die zweite Auslandsreise des seit 8. Mai 2025 amtierenden Papstes. Die erste führte ihn Ende November in die Türkei und den Libanon. Fürst Albert II. von Monaco hatte Leo XIV. Mitte Jänner im Vatikan persönlich eingeladen.
Der Zwergstaat am Mittelmeer ist eines der wenigen Länder, in denen der Katholizismus Staatsreligion ist. Ebenso wie die regierende Grimaldi-Familie sind mehr als 80 Prozent der rund 38.000 Einwohner katholisch.
Es ist das erste Mal, dass ein Papst der Neuzeit Monaco besucht. Im Jahr 1538 machte Paul III. auf dem Rückweg von den spanisch-französischen Friedensverhandlungen in Nizza Station in dem Fürstentum.
Erster Papstbesuch im Fürstentum seit fast 500 Jahren umfasst Treffen mit Fürst Albert, Begegnung mit Jugendlichen und Taufbewerbern sowie eine Stadion-Messe
Das angekündigte Reiseprogramm des Papstes ist abwechslungsreich - Nach einem Kurztrip an die Côte d'Azur geht es in konfliktgeprägte Länder in Afrika - In Spanien folgt dann die Kunst des Antoni Gaudí - Von Severina Bartonitschek