Mittwoch 13. Dezember 2017
myKathpress LOGIN

Papst trifft LWB-Spitze und warnt vor Stillstand in der Ökumene

Vor den Gegensätzen, Differenzen und Wunden der Vergangenheit stehe die verbindende Wirklichkeit der Taufe: Das betont Franziskus bei einer Audienz für den neuen Präsidenten des Lutherischen Weltbunds - "Wir können uns niemals mehr erlauben, Gegner oder Rivalen zu sein"
07.12.2017, 11:01 Uhr Vatikan/Kirche/Ökumene/Papst/Lutherischer.Weltbund
Vatikanstadt, 07.12.2017 (KAP) Papst Franziskus hat am Donnerstag die Präsidentschaft des Lutherischen Weltbunds (LWB) im Vatikan empfangen. Dabei warnte er vor einem Stillstand in der Ökumene. Aus Furcht oder Bequemlichkeit stehenzubleiben, bedeute einen Rückschritt, sagte Franziskus. Dass mitunter "sehr schmerzliche" Trennungen der vergangenen Jahrhunderte in den letzten Jahrzehnten in einen gemeinsamen Weg gemündet seien, nannte der Papst ein Werk des Heiligen Geistes. Auch "alte Vorurteile wie die über Martin Luther" und die Kirche jener Zeit seien überwunden.

Angeführt wurde die LWB-Delegation von Präsident Musa Panti Filibus. Es war zugleich der Antrittsbesuch des nigerianischen lutherischen Erzbischofs, der im Mai in sein Amt gewählt wurde. Im Oktober 2016 war Papst Franziskus zur Eröffnung des Reformationsgedenkjahrs durch den Lutherischen Weltbund ins schwedische Lund gereist.

Franziskus warb bei seinem Treffen mit Filibus dafür, die Gaben der unterschiedlichen kirchlichen Traditionen als "gemeinsames Erbe" anzunehmen. Vor den Gegensätzen, Differenzen und Wunden der Vergangenheit stehe die verbindende Wirklichkeit der Taufe. "Wir können uns niemals mehr erlauben, Gegner oder Rivalen zu sein", sagte der Papst. Katholiken und Lutheraner könnten sich der Aufgabe nicht entziehen, "eine größere Gemeinschaft in der Liebe und im Glauben zu suchen und zu fördern".

Die Einheit der Christen entstehe nicht aus menschlichen Projekten, sondern "aus der Gnade Gottes", sagte der Papst. "Das Gebet ist wie der Treibstoff auf unserem Weg zur vollen Einheit." Aus dem Geist des Gebets könnten die getrennten Kirchen einander "in der richtigen Perspektive sehen, der des Vaters, dessen Blick liebend auf uns ruht, ohne Vorzüge und Unterscheidungen", so Franziskus.
  • Foto
  • Audio
  • Video
  • AKV-Präsident Helmut Kukacka: "Moralische und politische Unterstützung für verfolgte Christen"

    12.12.2017, 19:11 Uhr
    Interview beim Fackelzug für verfolgte Christen durch die Wiener Innenstadt

    AKV-Präsident Helmut Kukacka: "Ich erwarte von neuer Bundesregierung, dass sie das Thema 'Christenverfolgung' auf die Agenda der europäischen Politik bringt"

    12.12.2017, 19:11 Uhr
    Interview beim Fackelzug für verfolgte Christen durch die Wiener Innenstadt

    Missio-Nationaldirektor Wallner: "Christen werden weltweit verfolgt wie nie zuvor und der Westen sieht untätig weg"

    12.12.2017, 19:09 Uhr
    Statement beim Fackelzug für verfolgte Christen durch die Wiener Innenstadt

    Missio-Nationaldirektor Wallner: "In Europa ist der Glaube schwach geworden"

    12.12.2017, 19:08 Uhr
    Statement beim Fackelzug für verfolgte Christen durch die Wiener Innenstadt
Die neue Kathpress-APP ist da!

Hier kostenlos die neue Kathpress-APP herunterladen Hier kostenlos die neue Kathpress-APP herunterladen

Jetzt kostenlos herunterladen!  » mehr Infos

Letzte Tweets

© 1947-2017 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
Darstellung:
https://www.kathpress.at/