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"Domfrauen" und Schoko-"Domspitz" für die Mariendom-Sanierung

'Domspitz' und Dompralinen zur Unterstützung des Mariendoms
Erste Projekte der Jahrzehnte-Initiative "Pro Mariendom" umfassen Pralinen, Kinderführungen und Benefizveranstaltungen - Beirats-Vorsitzender Josef Pühringer: "Dom stärker ins Bewusstsein rücken"
Linz
17.05.2018, 17:40 Uhr Österreich/Kirche/Architektur/Bau/Mariendom/Benefiz/Scheuer/Pühringer
Linz, 17.05.2018 (KAP) 13 Millionen Euro kostet es, um den Maria-Empfängnis-Dom in Linz bis 2030 umfangreich zu sanieren. Die zu Jahresbeginn gestartete Initiative "Pro Mariendom", über welche die Finanzierung aufgebracht werden soll, hat am Donnerstag ihre ersten bereits angelaufenen Projekte präsentiert. Bischof Manfred Scheuer und Alt-Landeshauptmann Josef Pühringer waren zugegen, als in der benachbarten Konditorei Jindrak Schokolade-Produktkreationen zugunsten des Doms, das Projekt "Domfrauen" sowie neue Kinderführungen in der größten Kirche Österreichs präsentiert wurden.

Die Unterstützungsinitative habe Fahrt aufgenommen, zog Scheuer eine positive erste Zwischenbilanz. Von vielen Seiten sei das Anliegen verstanden und aufgenommen worden, von etlichen Medien auch mit Erlagschein-Beilagen. Mit einem gut besuchten Muttertags-Benefizkonzert im Dom sei zudem der Auftakt einer Serie geplanter Veranstaltungen geglückt. Pühringer als Beirats-Vorsitzender betonte, dass es bei der "Pro Mariendom"-Initiative nicht nur um die finanzielle Unterstützung gehe: "Ziel ist es genauso, den Dom stärker ins Bewusstsein der Oberösterreicher zu rücken."

Genau dieses Ziel wollen etliche der nun gestarteten Aktionen erreichen. Die Traditionskonditorei Jindrak, die die Linzer Bischofskirche auch im Logo führt, entwarf einen mit Mandel-Nougatcreme gefüllten Schokoladenspitz - den "Domspitz" - sowie "Dompralinen" aus Mandel-Krokant. Beide Produkte sind im DomCenter am Domplatz, in allen Jindrak-Filialen sowie bei Großveranstaltungen wie der "Langen Nacht der Kirchen", den Klostermärkten oder beim Linzer Pflasterspektakel erhältlich und unterstützen mit jedem verkauften Stück die Domsanierungs-Initiative.

Um neue Perspektiven auf die neugotische Kathedrale bemühen sich gleich mehrere Projekte: Die Katholische Frauenbewegung etwa will die weibliche Sicht darauf durch das Erzählen von "Frauengeschichten" stärken. 30 Frauen zwischen 25 und 75 Jahren treten an sechs Terminen zwischen Juni 2018 und März 2019 als "Domfrauen" jeweils an markanten Orten im Mariendom in Erscheinung. Optisch erkennbar durch eigens kreierte Hüten, erzählen sie interessierten Besuchern, die im Dom einen 1,5-Stunden-Rundgang bei freiem Eintritt machen, von ihrem Leben und Glauben.

Dom als Erlebnisort

Auch Kinder und Familien sollen den Linzer Dom künftig mehr für sich entdecken - wozu die Dompfarre gemeinsam mit Domführern und Pädagogen Angebote unter dem Namen "Kinderdom" ins Leben gerufen hat. Ab Ende Mai gibt es für Gruppen ab acht Personen, Schulklassen oder für Einzelpersonen zu öffentlichen Terminen Dom-Führungen und Kreativ-Workshops für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren, zu Schwerpunkten wie: "Geheimnisse entdecken", "Wasser-Quelle des Lebens", "Glasfenster erzählen Geschichte" oder "Wie der Dom gebaut wurde". "Kinder brauchen Geschichten und eine Einführung in kleine Geheimnisse sowie Rituale und Inszenierungen", heißt es seitens der Initiatoren; alle Sinne werden dabei angesprochen. Die schon bisher existierenden Taschenlampenführungen und Turmbesteigungen werden wegen großer Nachfrage weitergeführt.

Zu den weiteren Aktivitäten zugunsten des Doms zählen am letzten Maiwochenende der Klostermarkt am Domplatz sowie ein vielfältiges Programmangebot bei der "Langen Nacht der Kirchen" am 25. Mai. Am Tag davor startet die bis 14. Oktober bestehende Kunstinstallation "Die Sprache des Himmels" von Georg Nussbaumer, bei dem die vielen stillgelegten Wasserspeier des Mariendoms zu bestimmten Zeiten nach vorgegebener Choreografie ihre ursprüngliche Funktion wiederaufnehmen und zu "Wasserfällen" werden.

Sanierung 100 Jahre nach Kirchweihe

Der 135 Meter hohe Mariendom in Linz wurde 1924 nach 62-jähriger Bauzeit als flächenmäßig größte Kirche Österreichs fertiggestellt und eingeweiht. Nach einer Neugestaltung des Innenraumes, die im Dezember 2017 abgeschlossen worden war, stehen nun umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an. Die bis 2030 anberaumte Instandhaltung kostet rund 5,5 Millionen Euro, weitere 7,5 Millionen Euro werden für Investitionen u.a. beim Turm, für die Glasfenster und Seitenaltäre gebraucht.

Da das Unterfangen finanziell bei weitem die Möglichkeiten der Diözese Linz übersteigt, wurde zu Jahresbeginn 2018 die Initiative "Pro Mariendom" als gemeinsamer Unterstützungsakt von Diözese, Land und Stadt gestartet. Geplant sind Sponsoring- und Spendenaktionen bei Unternehmen und in der Bevölkerung, Benefizkonzerte, Einbindung der Pfarrgemeinden und kirchlichen Organisationen, Steinpatenschaften und die Einbeziehung von sogenannten "Dombotschaftern".
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