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Mexiko: Bischöfe fordern Landsleute zur Hilfe für Migranten auf

Bischofskonferenz-Generalsekretär Miranda: Kirche solidarisch mit Migranten-Karawane durch Mexiko, aber auch Verständnis für Sorge der Mexikaner
09.11.2018, 13:38 Uhr Mexiko/Kirche/Migration
Mexiko-Stadt, 09.11.2018 (KAP/KNA) Die katholische Kirche in Mexiko fordert Solidarität mit den Tausenden Migranten aus Mittelamerika, die durch Mexiko in Richtung USA gehen. "Diese Menschen kommen ja nicht aus Spaß, sondern weil sie in einer Notlage stecken", sagte Weihbischof Alfonso Miranda, Generalsekretär der Mexikanischen Bischofskonferenz, am Freitag in einem Interview mit der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Wir müssen unsere Herzen und Augen öffnen und unsere Hände zur Hilfe reichen. Das ist eine Aufgabe für alle Katholiken in Mexiko", so Miranda, der auch den Rest der Welt zum Umdenken aufforderte.

Konkrete Hilfe gebe es in den Pfarren in Form von Lebensmitteln und Zuspruch. Aber auch die Migrantenherbergen entlang der bekannten Flüchtlingsrouten würden den angeboten, so der Bischofskonferenz-Generalsekretär. Es gebe jedoch auch Menschen, die die Karawane in Richtung USA mit Sorge beobachteten, räumte Miranda im KNA-Interview ein. "Sie haben Angst um ihre Arbeitsplätze und fürchten sich vor mehr Kriminalität. Diese Ängste müssen wir ernst nehmen." Man dürfe zudem nicht vergessen, dass es ohnehin schon viele hilfsbedürftige Mexikaner gebe. Der Bischof verwies dabei auf "einen ziemlich starken Wirbelsturm, der im Norden für schlimme Verwüstungen gesorgt hat. Obendrein sind längst nicht alle Schäden der letzten Erdbeben beseitigt."

Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump, der von "Terroristen" spricht, die sich unter die nahenden Migranten gemischt hätten, sagte der Weihbischof: "Ich glaube, dass es in diesem Treck Leute mit verschiedenen Absichten gibt. Es wird sehr viele anständige Menschen mit guten Absichten geben. Aber wir wissen nicht, wer die Gruppe anführt und welche Interessen damit verfolgt werden."

Miranda forderte auch im eigenen Land nachhaltige Lösungen für die Migranten. Der amtierende Präsident Enrique Pena Nieto habe zwar den Menschen im Migranten-Zug innerhalb des Programms "Esta es tu Casa" (Das ist dein Zuhause) humanitäre Visa und Arbeitserlaubnisse angeboten, aber es muss eine internationale Lösung geben, denn Migration sei kein lokales Phänomen. "Alle Länder müssen zusammenarbeiten, sonst können wir die Ursachen nicht bekämpfen", zeigte sich der Bischofskonferenz-Generalsekretär überzeugt.
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