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Caritas unterstützt #FridayForFuture-Schülerproteste

Friday for Future - Demonstration
Präsident Landau: Kinder werden am stärksten von Folgen des Klimawandels betroffen sein - "young Caritas" fordert "Förderunterricht" in Sachen Klimawandel für Klimastreik-Kritiker
Klimastreik
15.03.2019, 12:12 Uhr Österreich/Kirche/Klimaveränderung/Caritas/Landau/#FridayforFuture
Wien, 15.03.2019 (KAP) Klare Unterstützung für die am Freitag in Österreich und weltweit stattfindenden Schüler-Klimastreiks unter dem Motto "#FridayforFuture" hat die Caritas geäußert. "Künftig werden jene am stärksten unter den Folgen des Klimawandels leiden, die diesen nicht verursacht haben: Die Kinder unserer Zeit", postete Caritas-Präsident Michael Landau am Freitag auf "Facebook". Er sei dankbar über den Einsatz der jungen Menschen, "die sich jetzt weltweit für Klima- und Umweltschutz stark machen und ein Umdenken einfordern." Die Fakten über die Klimakrise seien bekannt; alle Erwachsenen sollten überlegen, "welche Welt sie den Kindern, die gerade aufwachsen, überlassen wollen".

In Österreich finden am Freitag größere Schülerdemonstrationen u.a. in Wien, Linz, Innsbruck, Salzburg, Klagenfurt und bei einem abendlichen Lichtermeer in der Grazer Innenstadt statt. Den streikenden Schülern sprach Landau Mut zu, sich weiter zu engagieren. Es sei höchste Zeit Klimaschutzmaßnahmen durchzusetzen, "wenn wir eine möglichst gute Lebensgrundlage für alle Menschen auf dieser Welt erhalten beziehungsweise erreichen wollen", so der Caritas-Präsident auf Facebook.

Auch die aktuellen Zahlen sprächen für vehementeren Klimaschutz: "Wenn 2019 über 800 Millionen Menschen an Hunger leiden und 135 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, dann ist das etwas, was man dringend bekämpfen muss", betonte Landau. Er selbst habe bei Projektbesuchen in Kenia oder Äthiopien erfahren können, welche drastischen Auswirkungen der Klimawandel habe. Um dem Klimawandel zu stoppen und in klimatisch und ökologisch prekären Regionen langfristige Ernährungssicherheit herzustellen brauche es "vor allem langen Atem", aber auch landwirtschaftliche Entwicklung, Forschung, Trainings und "Engagement, das über die Hilfe vor Ort hinausgeht".

Schüler nicht bestrafen

In Debatte rund um die Schulpflicht der Schüler und unklare Konsequenzen beim Fernbleiben vom Unterricht stellte sich auch die "young Caritas" der Caritas der Erzdiözese Wien auf Seiten der Jugendlichen. Alice Uhl, Leiterin der "young Caritas", meinte in einer Stellungnahme am Freitag: "Kinder und Jugendliche, die für die Zukunft unseres Planeten auf die Straße gehen, gehören nicht bestraft, sondern gehört!" Anstelle von Sanktionen schlägt die "youngCaritas" Kritikern und "Klimaleugnern" vor, die leeren Klassenzimmer für "Förderunterricht in Sachen Klimawandel" zu nutzen.

In Richtung der skeptischen Stimmen zu den Klimastreiks, welche "die Kinder lieber still in der Schule sitzen sehen würden", meinte Simay Zwerger (24), Aktivistin im "youngCaritas actionPool": "Wir haben es verhältnismäßig richtig gut erwischt, aber die Probleme, die der Klimawandel mit sich bringt, sind real, sie sind da und sie betreffen uns alle. Wir müssen das Ruder jetzt herumreißen. Wer das jetzt immer noch nicht verstanden hat, dem geht's wohl zu gut."

Aus Sicht der "youngCaritas" sei es nur logisch, dass sich gerade junge Menschen mit den Folgen des Klimawandels befassen. Die künftigen Generationen würden am stärksten unter den Folgen des Klimawandels leiden, hätten ihn aber "am wenigsten verursacht". Klar sei laut "youngCaritas", dass der Klimawandel alle betreffe. Und: "Wenn 20 Prozent der Menschheit 80 Prozent der weltweiten Ressourcen verbrauchen und 70 Prozent der globalen Emissionen verursachen, dann ist klar: Wir müssen unser Leben ändern."
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