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"Autofasten"-Petition an Minister Hofer und Köstinger

Autostau in der Stadt
Katholische und evangelische Kirche fordern von Politik mehr Bahn- und Busverbindungen und ökosoziale Steuerreform mit Ökobonus für alle - Petition kann bis 4. Oktober auf www.autofasten.at unterzeichnet werden
16.05.2019, 12:34 Uhr Österreich/Umweltpolitik/Verkehr/Autofasten/Petition
Wien, 16.05.2019 (KAP) Die Aktion "Autofasten" und die Katholischen Aktion Österreich haben eine Petition über Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr initiiert. In der an Umweltministerin Elisabeth Köstinger und Verkehrsminister Norbert Hofer gerichteten Petition werden mehr Bahn- und Busverbindungen, der Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr und ein Stopp der Erdöl-Verbrennung im Verkehrsbereich eingefordert; weiters die Einführung einer ökosozialen Steuerreform mit Ökobonus für alle und die Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene. Die Petition kann bis 4. Oktober auf www.autofasten.at unterzeichnet werden.

Die Aktion "Autofasten" ist eine Initiative der Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche Österreichs, die heuer bereits zum 14. Mal dazu aufgerufen hatten, das eigene Mobilitätsverhalten während der Fastenzeit in Richtung Nachhaltigkeit zu gestalten, um auch den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft zu erhalten. Die Idee hinter der Aktion: Während der Fastenzeit sollen vermehrt umwelt- und gesundheitsfreundliche Alternativen zum Autofahren ausprobiert werden, d.h. gar nicht oder deutlich weniger Auto zu fahren und stattdessen Bahn, Bus, Fahrrad, Füße oder Fahrgemeinschaften zu nutzen.

Autofastende bei Verkehrsverhalten "Vorbilder"

Die Aktion ermutigt Interessierte jedes Jahr, ihre Wahl der Verkehrsmittel bewusst zu reflektieren und so zu einer Selbstverpflichtung zur Reduktion von Autokilometern zu kommen. Dass dies auch gelinge, belege eine kürzlich elektronisch durchgeführte Umfrage unter den Teilnehmern der Fasten-Aktion. Ausgeschickt wurden 6.700 elektronische Fragebögen, die Rücklaufquote lag bei zehn Prozent. Ergebnis der Umfrage: Laut Selbsteinschätzung legten Autofastende in einem Durchschnittsmonat täglich rund zwei bis drei Kilometer zu Fuß, vier bis fünf Kilometer mit dem Rad, nur 17 Kilometer mit einem PKW, 23 Kilometer mit E-Autos und 21 Kilometer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Im Vergleich dazu ergab die Studie "Österreich unterwegs 2013/14", dass Österreicher über sechs Jahre an einem durchschnittlichen Werktag unter einem Kilometer Fuß- und Radstrecke, nur sieben Kilometer mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dafür aber 32 Kilometer mit einem PKW zurücklegten. Autofastende seien demnach "Vorbilder" im Bereich Verkehr, hieß es von Seiten der Aktion "Autofasten".

Gefragt nach ihren Wünschen an politische Verantwortungsträger sprachen sich 23 Prozent der Befragten für einen Ausbau von Radwegen und 32 Prozent für günstigere und attraktivere Verbindungen im öffentlichen Verkehr aus. 44 Prozent gaben an, auch nach der Fastenzeit verstärkt auf das Rad umzusteigen und 25 Prozent wollten vermehrt öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Die Umfrage habe darüber hinaus bei der Nutzung von Fortbewegungsmitteln einen großen Unterschied zwischen Land und Stadt zu Tage gefördert. Im ländlichen Bereich seien Verkehrsteilnehmer demnach vermehrt auf den eigenen PKW angewiesen, 25 Prozent der Befragten forderten daher einen deutlichen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und der Radwege am Land. Über 70 Prozent gaben auch an, langjährige "Autofasten"-Teilnehmer zu sein.

(Infos: www.autofasten.at)
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