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Graz: Caritas-Projekt stärkt Mädchen mit Migrationshintergrund

Projekt "Heldinnen - Mein Leben in meiner Hand" wird mit Flashmob am Weltmädchentag beworben
09.10.2019, 15:12 Uhr Österreich/Kirche/Hilfsorganisation/Geschlecht/Migration/Caritas
Graz, 09.10.2019 (KAP) "Heldinnen - Mein Leben in meiner Hand": Unter diesem Titel hat die Caritas Steiermark ein neues Projekt für mehr Chancengleichheit und Selbstbestimmung junger Frauen und Mädchen mit Migrationsgeschichte vorgestellt. Die Teilnehmenden werden zu Workshop-Leiterinnen ausgebildet, die mit Gleichaltrigen arbeiten. Ziel sei es, sowohl die Mädchen selbst zu sensibilisieren als auch sie zu stärken, ihre Rechte durchzusetzen, erklärte Projektleiterin Christine Hoffelner bei einem Pressegespräch am Mittwoch in Graz. Das vom Österreichischen Integrationsfonds geförderte Projekt sieht vor, dass die ersten Heldinnen bis Februar 2020 ausgebildet werden; im Sommersemester sollen dann Workshops an den steirischen Schulen und Jugendzentren starten.

Das Konzept basiert laut Caritas auf den Erfahrungen im Projekt "Heroes", das seit drei Jahren erfolgreich an steirischen Schulen und Jugendzentren läuft. Bis Herbst 2020 sollen nun auch 30 Heldinnen ausgebildet sein und dann als Multiplikatorinnen fungieren. Die Caritas sucht noch Interessentinnen, die sich als Gruppenleiterinnen ausbilden lassen wollen. Am Freitag, 11. Oktober, dem internationalen Mädchentag werben die Caritas und das "JA.M Mädchenzentrum" um 16 Uhr mit einem Flashmob für das Heldinnen-Projekt. Der erste Workshop beginnt am Montag, 14. Oktober um 17 Uhr ebenfalls im JA.M Mädchenzentrum in Graz.

"Oft gelten für Mädchen andere Regeln als für Burschen", hielt die zweite Projektleiterin Emina Saric fest. Sie verwies auf Kleidungsvorschriften, Verhaltensregeln oder auf die Tatsache, dass manche Mädchen keinen Facebook-Account haben dürfen.

Gruppenleiterin Ndona-Adjanie Kamucote berichtete bei dem Pressegespräch, als Afroösterreicherin habe sie sich schon früh mit dem Thema Frausein und gleichzeitig auch mit dem Anderssein als Schwarze auseinandergesetzt und sich zunächst im privaten Kreis für Betroffene eingesetzt. Später sei sie als Sozialarbeiterin und -pädagogin beruflich immer wieder mit Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund in Kontakt gekommen. "Und nun als Teil in diesem tollen Projekt bin sehr froh darüber, gegen die Unterdrückung und für ein gewaltfreies Leben von Frauen in unserer Gesellschaft arbeiten zu dürfen", sagte Kamucote.
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