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Brasilianischer Forscher mahnt bei Synode zu mehr Klimaschutz

Zu Amazonien-Synode im Vatikan geladener Experte Carlos Nobre: "Vielleicht bleiben uns noch 15 bis 20 Jahre, um die Treibhausemissionen zu reduzieren und die große Klimakrise zu vermeiden"
10.10.2019, 08:00 Uhr Österreich/Christentum/Umwelt/Wissenschaft/Kirche/Umwelt/Wissenschaft
Vatikanstadt, 10.10.2019 (KAP) Der brasilianische Klimaforscher Carlos Afonso Nobre hat weltweit dringendes Handeln zum Klimaschutz gefordert. "Vielleicht bleiben uns noch 15 bis 20 Jahre, um die Treibhausemissionen zu reduzieren und die große Klimakrise zu vermeiden", sagte Nobre bei einem Pressetermin in Rom zur im Vatikan laufenden Amazonien-Synode. Nobre, der u.a. für den 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Weltklimarat IPCC tätig war, nimmt als geladener Experte an der Synode teil. Bei dem Bischofstreffen (6.-27. Oktober) geht es auch um Umweltfragen.

Die Amazonas-Region habe als "ökologisches Herz" des Planeten auch großen Einfluss auf den Klimawandel. Diesen zu leugnen, bezeichnete der Brasilianer als "eine der größten Bedrohungen" der Welt. Es sei nicht mehr weit bis zum Erreichen eines "point of no return". Nobre forderte auch die Wissenschaft auf, Lösungsvorschläge zu machen. Dabei berichtete er über ein zehnseitiges Dossier, das mehrere Forscher anlässlich der Amazonien-Synode erstellt haben.

Unter anderem warb der Brasilianer für ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell, das auch den indigenen Völkern in der Amazonas-Region zu Gute komme. Die Bischofssynode zu Amazonien bezeichnete er als "sehr hilfreich", um die Menschen daran zu erinnern, dass sie ihr Leben ändern müssten, wie dies auch Papst Franziskus in seiner Sozial- und Umweltenzyklika "Laudato si" (2015) fordert.

Ima Celia Guimares Vieira, Mitglied des nationalen brasilianischen Umweltrates CONAMA und ebenfalls als Expertin der Synode geladen, rief bei dem Medientermin zum Erhalt der Artenvielfalt in Amazonien auf. Besonders erwähnte sie auch den Schutz jener Völker, die in freiwilliger Isolation leben. Ihre Gebiete müssten respektiert werden.

Kathpress-Themenschwerpunkt mit allen aktuellen Meldungen und Hintergrundberichten zur Amazonien-Synode abrufbar unter www.kathpress.at/amazoniensynode
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