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Bislang vier Corona-Fälle im Vatikan

© Robert Mitscha-Eibl/Kathpress
Sprecher Bruni bestätigt positive Tests bei Mitarbeitern der Vatikanischen Museen und des Zollamts - Vatikan will seine Behörden auf Notbesetzung ausdünnen, Mitarbeiter sollen ins "Homeoffice"
25.03.2020, 09:31 Uhr Vatikan/Epidemie/Kirche
Vatikanstadt, 25.03.2020 (KAP) Im Vatikan sind nach offiziellen Angaben inzwischen vier Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Neben einer bereits am 5. März festgestellten Infektion handelt es sich um einen Mitarbeiter des vatikanischen Zollamts und zwei Angestellte der Vatikanischen Museen, wie Vatikansprecher Matteo Bruni am Dienstagabend auf Anfragen mitteilte.

Alle vier Personen seien schon vor dem Testergebnis vorsichtshalber unter Quarantäne gestellt worden. Augenblicklich befänden sie sich in italienischen Krankenhäusern oder in der eigenen Wohnung, so der Sprecher.

Bisher hatte der Vatikan nur am 7. März über einen zwei Tage zuvor positiv ausgefallenen Test berichtet. Die Ambulanzräume, in denen die Person untersucht worden war, wurden den Angaben zufolge desinfiziert. Unbestätigten Berichten zufolge handelte es sich um einen Mitarbeiter des vatikanischen Staatssekretariats.

Auch Kuriemitarbeiter sollen ins "Homeoffice"

Unter dem Druck der Coronakrise reduziert der Vatikan auch den Betrieb der Römischen Kurie. So sollen die Behördenleiter für eine Minimalbesetzung in den vatikanischen Amtsräumen sorgen und das Personal so weit wie möglich zu Heimarbeit anhalten, hieß es in einer Pressemitteilung. Es gelte, Ortsveränderungen der Angestellten einzuschränken und zugleich das Funktionieren der Kirchenleitung sicherzustellen. Der ärztliche Dienst habe ein Protokoll vorbereitet, um bei möglichen Infektionsfällen die Wohnsitzbehörden der betreffenden Person oder die Verwaltung des Vatikanstaats umgehend zu informieren.

Das vatikanische Staatssekretariat hatte schon in einem Rundschreiben am 11. März auf die Möglichkeiten von Gleitzeit, alternierenden Schichten oder Heimarbeit hingewiesen, um die Ansteckungsgefahr unter den Mitarbeitern zu verringern. Eine Verlegung der Arbeit nach Hause stieß dem Vernehmen nach jedoch wegen interner Datenschutzvorschriften vielfach auf Probleme.
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