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Grabeskirche in Jerusalem vorerst geschlossen

Grabeskirche in Jerusalem
© Paul Wuthe / Kathpress
Aus Sorge vor weiterer Ausbreitung des Coronavirus - Schließung gilt laut Kirchensprecher zunächst für eine Woche
25.03.2020, 19:33 Uhr Israel/Kirche/Epidemie/Grabeskirche
Jerusalem, 25.03.2020 (KAP/KNA) Die Jerusalemer Grabeskirche bleibt aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus geschlossen. Entsprechende Berichte örtlicher Geistlicher bestätigte der Medienberater der katholischen Bischöfe im Heiligen Land, Wadie Abunassar, am Mittwochabend gegenüber der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Die Basilika wurde zuvor auf Anweisung des israelischen Gesundheitsministeriums früher als üblich geschlossen, wie es hieß. Die außergewöhnliche Schließung gelte zunächst für eine Woche, sagte Abunassar der KNA. Eine offizielle Stellungnahme der an der Grabeskirche beteiligten Konfessionen gab es zunächst nicht.

Am Mittwochabend traten zudem verschärfte Regulierungen des Ministeriums in Kraft. Demnach darf das Haus nur noch zu notwendigen Lebensmitteleinkäufen und dringenden Arztbesuchen verlassen werden - sowie im Umkreis von 100 Metern um das Haus zu Freizeitzwecken. Ausgenommen sind Arbeitnehmer als systemrelevant eingestufter Bereiche. Der öffentliche Verkehr wird auf ein Viertel der normalen Kapazität eingeschränkt; die Nutzung von Taxis ist auf einen Fahrgast pro Fahrt beschränkt.

Das israelische Oberrabbinat kündigte ebenfalls am Mittwoch eine Schließung aller Synagogen des Landes bis auf weiteres an. Das Gebet unter freiem Himmel bleibt erlaubt. Mehr als 30 Prozent der Patienten, die sich im öffentlichen Raum mit dem Coronavirus angesteckt hatten, besuchten laut Berichten Synagogen und andere religiöse jüdische Einrichtungen.

Schon seit Sonntagabend ist auch der Tempelberg in Jerusalem geschlossen. Die Entscheidung sei "bitter", aber zum Schutz des Lebens und der Sicherheit der Gläubigen unvermeidlich, hieß es von der zuständigen islamische Wakf-Behörde. Israel verpflichtete sich laut Medienberichten gleichzeitig dazu, keine jüdischen Besucher und keine Touristen auf den Tempelberg zu lassen.
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