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Moskau und Sankt Petersburg verwehren Zutritt zu Kirchen

Moskaus Bürgermeister Sobjanin bittet Gläubige "auf den Besuch von religiösen Objekten zu verzichten" - Maßnahmen gelten vorerst bis 5. April
26.03.2020, 17:18 Uhr Russland/Kirche/Religion/Epidemie
Moskau, 26.03.2020 (KAP/KNA) Wegen der Corona-Pandemie dürfen Gläubige in den russischen Metropolen Moskau und Sankt Petersburg ab Samstag keine Kirchen und anderen religiösen Stätten mehr aufsuchen. Ihm seien die Gefühle der Gläubigen bewusst, sagte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Donnerstag laut örtlichen Medien. Dennoch bitte er darum, "auf den Besuch von religiösen Objekten zu verzichten".

Sankt Petersburg verbot mit Ausnahme von Geistlichen allen Personen den Zutritt zu religiösen Stätten. Wie in Moskau gilt diese Maßnahme laut der im Internet veröffentlichen Verordnung vorerst bis zum 5. April. Die russisch-orthodoxe Kirche äußerte "Verständnis" für den Appell, keine Gotteshäuser zu besuchen. Priester seien in dieser schwierigen Zeit gleichwohl zur Seelsorge verpflichtet. Das Moskauer Patriarchat empfahl Gläubigen, die Übertragungen von Gottesdiensten in religiösen Sendern und im Internet in Anspruch zu nehmen.

Das katholische Erzbistum Moskau sagte alle Gottesdienste in der russischen Hauptstadt und in Sankt Petersburg ab. In Russland stieg die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle nach Angaben der Behörden am Donnerstag auf 840. Das sind 182 mehr als am Vortag. Insgesamt sollen drei Personen an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben sein.

In Österreich haben sich die Vertreter der anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften am 12. März mit der Regierungsspitze darauf geeinigt, ab 16. März alle öffentliche Gottesdienste auszusetzen und kirchliche Familienfeiern wie Trauungen oder Taufen zu verschieben. Auch kirchliche Veranstaltungen jeglicher Art sind für die kommenden Wochen aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen abgesagt oder werden auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Österreichische Bischofskonferenz hat eine bischöfliche Ad-hoc-Kommission eingesetzt, die sich vor allem mit den Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie befasst.
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