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Katholische Bildungszentren: Umweltbewusst die Schöpfung bewahren

Das Dominikanerhaus in Steyr und das Vorarlberger Bildungshaus St. Arbogast sind geprägt von ökologischen Richtlinien und setzen auf Umweltbewusstsein
21.08.2020, 13:23 Uhr Österreich/Kirche/Umwelt/Bildung/Schöpfungsverantwortung
Voralberg, 21.08.2020 (KAP) Schöpfungsverantwortung im eigenen Haus und bei Veranstaltungen umzusetzen: Diesem Ziel haben sich in Österreich auch zahlreiche katholische Bildungszentren verschrieben. So setzen etwa das Vorarlberger Bildungshaus St. Arbogast oder das Begegnungszentrum "Treffpunkt Dominikanerhaus" im oberösterreichischen Steyr seit vielen Jahren umweltschonende Maßnahmen aus Respekt vor der Schöpfung.

Das Tagesbildungshauses in Steyr etwa ist seit 2015 Klimabündnisbetrieb und hat eine ökologische Dachdämmung. Schöpfungsverantwortung und die Sorge um die "Mitwelt" gehe aber weit über das klassisch Ökologische bzw. Umweltschutz hinaus, betont Dominikanerhaus-Leiterin Sabine Gamsjäger auf Kathpress-Anfrage. Es gehe darum auch öko-sozialen Faktoren wie Gerechtigkeit, Solidarität und ein "Aufeinander schauen" hereinzunehmen. "Das ist ein Gesamtpaket, diese Verantwortung, die wir da als Menschen tragen und als Christen im Besonderen. Also ein gutes Leben für alle, das zu ermöglichen, auch für zukünftige Generationen", so Gamsjäger.

Das Begegnungszentrum versuche Schöpfungsverantwortung in seinem Bildungsprogramm zu thematisieren, bei Vorträgen, Workshops, Ausstellungen oder Podiumsdiskussionen und so "diese Themen unter die Leute zu bringen", betont die Bildungsreferentin.

Als Haus-Leiterin sei es ihr ein wesentliches Anliegen, umweltbewusste Maßnahmen für ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch einfach sichtbar zu machen: Dies zeige sich u.a. in der Verwendung von Glasflaschen und Säften, die von einem Biobauern der Region hergestellt werden; außerdem würden weitgehend biologische Reinigungsmittel verwendet, so Gamsjäger.

Insgesamt gehe es um einen Prozess und die schrittweise Umsetzung von Maßnahmen, spiele doch auch das Thema Kosten und die Kommunikation mit den Mitarbeitern eine wichtige Rolle. "Meiner Erfahrung nach ist es besser, wenn man das in kleinen Schritten macht", schildert Gamsjäger.

Im Bildungshaus St. Arbogast in Götzis wird ebenso ökologisches Bewusstsein großgeschrieben: "Wir respektieren die Schöpfung und begegnen ihr mit Verantwortung, Großzügigkeit und Herzlichkeit", heißt es auf der Website der Bildungseinrichtung der Diözese Feldkirch. Reinigung, Verpflegung und Beschaffungswesen seien ressourcen- und umweltschonend ausgerichtet, erläutert Bildungsreferentin Ulrike Reiner im Kathpress-Gespräch. Gemeinsam mit 43 anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt sie im Haus St. Arbogast für das Wohl der Gäste.

Die Energiegewinnung erfolgt in St. Arbogast aus Sonne, Biomasse und Abwärme, die Verantwortlichen haben Maßnahmen zum Wassersparen und Regenwassernutzung gesetzt. Auch umweltfreundlicher Mobilität wird gefördert, regionaler Einkauf und Abfallvermeidung groß geschrieben.

Das Umweltbewusstsein sei auch in den Köpfen der Besucherinnen und Besucher überaus präsent und die Gäste bei dem Thema sehr wohl sensibel, berichtet Reiner. Beliebt sei daher auch der hauseigene Shop, in dem Produkte aus der Region als Mitbringsel zum Verkauf angeboten werden. (www.dioezese-linz.at/site/dominikanerhaus/home; (www.arbogast.at)

Kathpress-Themenpaket mit mehreren Meldungen zur kirchlichen Schöpfungszeit abrufbar unter: www.kathpress.at/schoepfungszeit
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